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Aus Homers Jlias.
Doch wahrhaftig, ich will nicht mutlos sterben und rühmlos,
Nein, als Held, der Großes getan, zur Kunde der Nachwelt.
Also sprach er und riß sein mächtiges Schwert von der Hüfte.235 Vorwärts lief er entschlossen, dem Hochflugliebenden Aar gleich,Der aus nächtlichen Wolken herabschießt, wenn er ein zartesLamm sieht oder ein scheu sich im Krautfeld duckendes Häschen;Also nahte sich Hektor und schwang sein Schwert in der Rechten.Aber Achilleus stürmte zugleich vor; rasender Kampfzorn240 Schwoll ihm grimmig im Herzen. Der Rundschild, prächtig und
kunstvoll,
Deckte die Brust; sein Helm mit den vier metallenen BügelnNickte vom Haupt, und der flatternde Busch aus goldenen FädenSchwankte darauf, von Hephästvs selbst in den Kegel genietet.
Hell wie der glänzende Stern, der Hesperos heißt und am Abend245 Leuchtend heraufsteigt, stärker an Glanz als alle Gestirne,
So ging Glanz von dem ehernen Speer aus, den der PelideHoch in der Rechten erhob, voll Wut auf Hektor. Er spähteNach der geeigneten Stelle, des Todfeinds Leib zu verwunden.
Der war sonst zwar rings von den ehernen Waffen umschlossen,250 Die er gewann, als ihm des Patroklos Kraft in den Staub sank;Nur vom Schultergelenk bis dicht an den unteren Hals hinWar er entblößt, wo der Tod es am leichtesten hat, an der Kehle.Dort durchstach der Pelide den stürmenden Hektor; die SpitzeDrang ihm hinten am Nacken heraus, und er stürzte zu Boden.255 Aber es raubte der Speer ihm nicht gleich Atem und Leben,Sondern er fand noch ein Wort, des Achilleus Hohn zu erwidern.
Hektor, rief der Pelide, da dir Patroklos erlegen,
Tor, da wähntest du wohl, du seiest nun sicher, und mich selbstScheutest du nicht mehr, weil ich entfernt war. Aber es blieb ihm260 Fern an den Schiffen ein Rächer zurück, viel mächtiger; ich war's.Der dich erschlug! Ihn werden Achajas Krieger bestatten;
Du wirst schmählich zerrissen, ein Fraß für Vögel und Hunde!
Hektor atmete schwach und erwiderte: Sei barmherzig!
Laß dich beschwören, Achill, beim eigenen Haupt und den Eltern:265 Gib mich nicht an den Schiffen der Danaer gierigen Hunden!
Löse mich aus für Schätze von Erz, für goldene Gaben,
Die dir Priainos beut und die würdige Mutter, und meinenLeichnam sende den Meinigen zu, daß Männer und FrauenTrojas ihn in der Stadt durch heiliges Feuer bestatten.