Die Wiese.
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Wildi Tube niste dört uf moosige Bäume.
Lueg, dört ehnen isch Muhlberg und do im Schatte verborge's Föhns Hüsli und am Berg dört d'Höllstemer Chilche.
Steine lömmer ligen und fahre duren in d'Matte,
160 Guete Weg isch au nit um, und weidli chasch lause.
Wenn's nit nidsi gieng, i weiß nit, öbi der nochäm.
Unter Steine chunnsch mit dine biweglige SchritteWider über d'Straß. Jez wandle mer füre ins Rebland.
Nebe Hauigen aben und neben an Hagen und Rüttle.
165 Lueg mer e wenig ufe; wer stoht dört oben am FensterIn sini neue Chäppli, mit sine fründligen Auge?
Neig di fin, zeig wie, und sag: „Gott grüeßich, Herr Pfarer!«Jez goht's Thuemrige zue. jez witer in d'Lörecher Matte.
Siehsch das ordelig Städtli mit sine Fenstern und Gible,
170 Und die Basler Here dört uf der staubige Stroße,
Wie sie riten und fahre? Und siehst dört 'S Stettemer Wirtshus?Worum wirsch so still und magsch nit dure go luege?
Gell, de siehsch sel heilig Chrüüz vo witem und trausch nit;Möchtisch lieber z'ruck als fürsi! Löß der nit gruse!
175 's währt nit lang, se stöhn mehr frei uf fchwizrischem Bode.
Aber wie de gohsch vom Bergwerch abe go Schöpfe,
Bis an Stellen aben uf diner steinige Landstroß,
Bald am linke Bord, bald wider ehnen am rechteZwischenem Faschinat, wirsch alliwil größer und schöner,
180 Freudiger alliwil und schaffig, was me cha sage.
Wo di liebligen Otem weiht, wie färbt si der RaseGrüener rechts und links; wie stöhn mit chräftige TriibeNeui Chrüter uf; wie prange» in höchere FarbeBlueinen ohni Zahl! De Summer-Vögle tuet d' Wahl weh.
185 Wechslet nit der Chlee mit goldene Chetteneblueme,
Frauemänteli, Hasebrötli, würzige Chümmi,
Sunneblueme, Habermark und Dolden und Ruchgras?
Glitzeret nit der Tau uf alle Spitze und Halme?
Waltet nit der Storch uf hoche Stelze derzwische?
190 Ziehn sie nit vo Berg zue Berg in lange ReviereFeist! Matte Stunde wiit und Tauen an Taue?
Und derzwische stöhn scharmanti Dörfer und Chilchtürn.
's Brombecher Mummeli chunt, es chömme Lörecher Rößli,
Fresse der us der Hand und springe und tanze vor Freude;
195 Und vo Baum zue Baum, vo Zell bis füre go RiecheHalte d' Bögest Iude-Schuel und orglen und pfife.
D' Brombecher Linde liit; der Sturmwind het sie ins Grab gleit.