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10. And ihr. Enkel, still erfreut.
Mögt ihr dann mein Segnen ahnen,
Wie's mit frommem Dank mich heut'
An die Vater will gemahnen!"
11. Wie verstummend im Gebet,
Schwieg der Mann, der tief ergraute,
Klaren Auges, ein Prophet,
Welcher vorwärts, rückwärts schaute.
12. Segnend auf die Stämmlein ringsSah ich dann die Händ' ihn breiten;
Aber in den Wipfeln ging's
Wie ein Gruß aus alten Jetten. Geibel.
51. Waldlied.
£\jsm in Arm und Krön an Krone steht der Eichenwald verschlungen,Heut hat er bei guter Laune mir sein altes Lied gesungen.
Fern am Bande fing ein junges Bäumchen an sich sacht zu wiegen,
And dann ging es immer weiter an ein Sausen, an ein Biegen;
Kam es her in mächtgem Zuge, schwoll es an zu breiten Wogen,
Hoch sich durch die Wipfel wälzend kam die Sturmesflut gezogen.
And nun sang und pfiff es graulich in den Kronen, in den Lüften,
And dazwischen knarrt und dröhnt es unten in den Wurzelgrüften.Manchmal schwang die höchste Eiche gellend ihren Schaft alleine,Donnernder erscholl nur immer drauf der Ehor vom ganzen Haine!
Einer wilden Meeresbrandung hat das schöne Spiel geglichen;
Alles Laub war weißlich schimmernd nach Nordosten hingestrichen.
Also streicht die alte Geige Pan, der Alte, laut und leise,
Anterrichtend seine Wälder in der alten Weltenweise.
In den sieben Tönen schweift er unerschöpflich auf und nieder,
In den sieben alten Tönen, die umfassen alle Lieder.
And es lauschen still die jungen Dichter und die jungen Finken,
Kauernd in den dunklen Büschen sie die Melodien trinken.
Gottfr. Keller.