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7. Hei, da fahren die KlingenWie von selber heraus,
Von dem Pfeifen und SchwingenLöschen die Lichter aus;
Weiter geht es im Dunkeln,
Nein, im Dunkeln nicht:
Ihrer Augen FunkelnGibt das rechte Licht.
8. Tertschka fällt; danebenKinsky mit Fluch und Schwur;Mehr um Tod wie LebenFicht selbst Jllo nur,
Schlägt blindhin in ScherbenSchädel und Flaschen jetzt,
Wie ein Eber im SterbenNoch die Hauer wetzt.
121. Prinz Eng«
elte, Posten, Werda-Rufer!Lust'ge Nacht am Donau-Afer!Pferde stehn im Kreis umherAngebunden an den Pflöcken;
An den engen SattelböckenHangen Karabiner schwer.
2. Am das Feuer auf der Erde,Vor den Hufen seiner PferdeLiegt das östreich'sche Pikett.
Auf dem Mantel liegt ein jeder,Von den Tschakos weht die Feder,Leutnant würfelt und Kornett.
3. Neben seinem müden ScheckenMuht auf einer wollnen DeckenDer Trompeter ganz allein:
9. Licht und Fackel kommen,
Geben düstren Schein:
Ineinander verschwommenBlinken Blut und Wein;
Aberall im SaaleLeichen in buntem Gemisch,
Stumm, vor seinem Mahle,
Sitzt der Tod am Tisch.
10. Buttler aber, wie WetterDonnert jetzt: „Laßt sie ruhn!
Das sind erst die Blätter,
An die Wurzel nun!"
Bald in Schlosses Ferne
.Hört man's krachen und schrein; —Schau nicht in die Sterne,
Rette dich, Wallenftein!
Theodor Fontäne.
der edle Ritter.
„Laßt die Knöchel, laßt die Karten!Kaiserliche FeldstandartenWird ein Reiterlied erfreun!
4. Vor acht Tagen die AffaireHab' ich zunutz' dem ganzen HeereIn gehör'gen Reim gebracht,
Selber auch gesetzt die Noten;Drum, ihr Weihen und ihr Roten,Merket auf und gebet acht!"
5. And er singt die neue WeiseEinmal, zweimal, dreimal leiseDenen Reitersleuten vor;
And wie er zum letztenmaleEndet, bricht mit einemmaleLos der volle, kräft'ge Ehor: