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Nimm wieder hin das Szepter deinAnd deine Macht; ich begehr mit Nichten,Forthin dein Amt noch auszurichten.
Ich merke ja, daß ich kaum weih,
Wie ich soll lenken eine GeihOhn' Angst und viel Mühseligkeit.
O Herr, vergib mir die Torheit,
Ich will fortan der Herrschaft dein,
So lang ich leb', nicht reden ein."
Der Herr sprach: „Petre, also tu,
Dann lebest du in stiller Ruh',
And vertrau' in meine Hand'
Das allmächtige Regiment."
Der Beschluß.
Die Fabel hier ist von den AltenAus zur Vermahnung fürgehalten,
Damit der Mensch in dieser ZeitGottes unerforschlicher Weisheit,
Mit der er alles wohl regiert,
Nach seinem Willen ordiniertDaß er der sage Preis und EhrAnd forsche darnach nicht weiter mehrIn frechem, fürwitzigem Gemüt,
Warum dies oder jen's geschieht,
Warum solch Abel Gott verhänge,
Mit seiner Straf' verzieh' in die LängeAnd Bosheit so lass' oben schweben.
All' solche Gedanken kommen ebenGeflossen her aus Fleisch und Blut,
Das aus Torheit urteilen tutAnd denket wohl in solchen Sachen,
Es woll' ein Ding viel besser machen,
Als Gott es selber hat getan;
And käm es endlich darauf an,
So könnte er mit Müh und SchweißHier kaum regieren eine Geiß.