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Lesebuch für die zweite Stufe der Sekundarschule / hrsg. von der kantonalen st. gallischen Sekundarlehrer-Konferenz
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And der König der lieblichen Tochter winkt,

Die füllt ihn mit funkelndem Wein bis zum Mande,And der Jüngling sich also zum König wandte:

16.Lang lebe der König! Es freue sich,

Wer da atmet im rosigen Licht!

Da unten aber ist's fürchterlich,

And der Mensch versuche die Götter nichtAnd begehre nimmer und nimmer zu schauen,

Was sie gnädig bedecken mit Macht und Grauen.

17.Es riß mich hinunter blitzesschnell;

Da stürzt' mir aus felsigem SchachtWildflutend entgegen ein reihender Quell;

Mich packte des Doppelstroms wütende Macht,

And wie einen Kreisel mit schwindelndem DrehenTrieb mich's um, ich konnte nicht widerstehen.

18.Da zeigte mir Gott, zu dem ich riefIn der höchsten, schrecklichen Aot,

Aus der Tiefe ragend ein Felsenriff:

Das ersaht' ich behend und entrann dem Tod.

And da hing auch der Becher an spitzen Korallen,Sonst wär' er ins Bodenlose gefallen.

19.Denn unter mir lag's noch bergetiefIn purpurner Finsternis da;

And ob's hier dem Ohre gleich ewig schlief,

Das Auge mit Schaudern hinuntersah,

Wie's von Salamandern und Molchen und DrachenSich regt' in dem furchtbaren Höllenrachen.

20.Schwarz wimmelten da in grausem Gemisch,

In scheuhlichen Klumpen geballt,

Der stachlichte Voche, der Klippenfisch,

Des Hammers greuliche Angestalt,

And dräuend wies mir die grimmigen gähneDer entsetzliche Hai, des Meeres Hyäne.