Die Halbinsel zerfiel: a) in Oberitalien, die Poebene, die zuGallien gerechnet wurde, b) in Mittelitalien, c) in Unteritalien(Grossgriechenland.)
Aufgaben:
1. Welche dreifache Bedeutung hat die Stadt Rom?
2. Welche Besonderheiten weist die italische Halbinsel auf?
3. Welche Erscheinungen zeugen von der vulkanischen Naturdes Landes?
4. Worin unterscheidet sich Italien von der griechischen Halb-insel ?
5. Warum hiess im Altertum Unteritalien auch Grossgriechenland ?
6. Was ist im Jahre 1870 mit Italien geschehen?
IS. Di<‘ Römer.
1. Die ersten Niederlassungen im Lande entstandenauf dem Wege der Einwanderung und Eroberung, in der Formvon befestigten Plätzen, sogenannten Städten. Unter diesenerhob sich Rom am Tiber in der Landschaft Latium zumHaupte einer Eidgenossenschaft, die sich nicht nur durch fried-liche Bündnisse, sondern noch mehr durch glückliche Kriegerasch vergrösserte. Die Unterworfenen wurden gewöhnlich zuUntertanen erniedrigt. Die Sieger nahmen ihnen den grösstenTeil des Landes weg, das sie entweder unter sich verteiltenoder als Gemeindeland benutzten.
2. Die Römer trieben ursprünglich Jagd und Viehzucht,später Ackerbau und Gewerbe; aber immer war der Krieg ihrStolz und ihre Lust, und die Tapferkeit die höchste Tugend.Einfach in ihrer Lebensweise, stellten sie das öffentliche Wohl,die res publica, d. i. den Staat, über alles. Durch ihre Bürger-tugend erlangten sie die Weltherrschaft.
3. Religion. Die Römer hatten ursprünglich ihre besondernGottheiten. Himmel und Erde waren nach ihrer Vorstellungvon zahlreichen Göttern hohen und niedern Ranges bevölkert,welche die Schicksale des Einzelnen, der Familie, wie des Staateslenkten. Da die Römer indessen frühzeitig mit den benach-barten Griechen in Berührung kamen, schlossen sich ihre reli-giösen Vorstellungen immer mehr an die der Griechen an. Derrömische Jupiter entsprach dem griechischen Zeus, Juno derHera, Neptun dem Poseidon u. s. f. Man errichtete den Götternebenfalls prächtige Tempel und Bildsäulen und brachte ihnenGeschenke und Opfer dar. Gewissenhaft beobachtete jeder diereligiösen Gebräuche. Ein zahlreicher Priesterstand leitete denGottesdienst, und Zeichendeuter suchten aus den Erscheinungenam Himmel oder aus dem Benehmen der Opfertiere oder der