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Illustrirtes Lehrbuch der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Real- und Bezirksschulen, sowie für die obere Stufe der allgemeinen Volksschule / Ulrich Ernst
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heiligen Hühner den Willen der Gottheit zu erforschen. Wederder Einzelne noch das ganze Volk unternahm eine wichtigeHandlung, ohne auf diese Weise vorher die Götter zu befragen.

Aufgaben:

1. Die Römer:

a) Ansiedelung.

b) Beschäftigung

c) Religion.

2. Was war das Gemeindeland?

14. Parteikämpfe in Rom und Eroberungskriege in Italien.

1. Das Königtum. (753—510 v. Chr.) Die Gründung der753 v.ehr. Stadt Rom wird ins Jahr 753 v. Chr. gesetzt. Von diesem

Zeitpunkte aus zählten später die Römer ihre Jahre. Zuerstregierten jahrhundertelang Könige. Nachdem der letzte derselben510 v. ehr. vertrieben worden, verwandelte sich Rom in eine Republik.

2. Die Republik. (510—31 v. Chr.) Von nun an lag dieEntscheidung über alle wichtigen Fragen, über Krieg undFrieden, über Gesetze und Vertage, sowie die Wahl der Be-amten in der Hand der Volks- oder Bürgerversammlungen.Die eigentlich regierende Behörde war der Rat der Alten, derSenat, mit 300 — 600 Mitgliedern. An seiner Spitze standendie beiden Könsuln, die von Amtes wegen die Heere an-führten. Diese republikanische Verfassung blieb, wenigstensdem Scheine nach, sogar in der Kaiserzeit bestehen.

3. Die Patrizier und Plebejer. Es gab von Anfang an zweiKlassen der Bevölkerung: Bürger und Nichtbürger, oder Re-gierende und Regierte. Die Bürger waren allein im Vollgenussder bürgerlichen Rechte. Sie allein durften an den Volksver-sammlungen teilnehmen, beraten und stimmen, wählen und ge-wählt werden. Ihnen allein kam der Kriegsdienst zu, nicht nurals eine Pflicht, sondern als ein wichtiges Vorrecht. Sie nanntensich Patrizier. Die Nichtbürger, teils Unterworfene, teils Ein-gewanderte, hiessen die Plebejer, die Plebs, d. i. der grosseHaufe. Sie hatten keine bürgerlichen Rechte; sie waren vonden Ämtern und der Benutzung des Gemeindelandes ausge-schlossen, und durch die fortwährenden Kriege und die hohenSteuern und Zinse verarmt und geknechtet. Daneben gab esnoch eine grosse Zahl von Sklaven, die teils im Kriege ge-fangen, teils auf den Slavenmärkten gekauft wurden und derenLos bei den strengen Römern ein viel traurigeres war als beiden gesittetem Griechen.

4. Der Kampf der Stände. Wie überall in der Welt, so suchteauch in Rom die gedrückte Menge ihre Lage zu verbessern.