X. Julius Cäsar, 4 44 v, Chr.
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Rechtspflege annehmen; ihr Führer Vercingötorix aber wurde später imTriumphzug des Gallienbezwingers aufgeführt.
3. Cäsav rm Kampfe mit Uompefus. 49-^45v. Chr. — rr) Pompejns sah mit Eifersucht die wachsende Macht Cäsars.Er bewog den Senat zu dem verhängnisvollen Beschluß, dem großenSieger zu befehlen, seine Truppen zu entlassen. Dies führte zu einemblutigen Bürgerkriege zwischen Cäsar, dem Liebling der Volkspartei undPompejns, dem Haupte der Adeligen. Denn jener Beschluß erfüllteCäsar und sein Heer mit großer Entrüstung, so daß er mit den Worten:„Die Würfel sind gefallen" über den Grenzfluß Rubikon setzte. Über-raschend schnell stand er vor Rom. Pompejns hatte geprahlt, er brauchenur auf den Boden zu stampfen, um sogleich ganze Heere zu erhalten;beim Herannahen Cäsars floh er eiligst nach Unteritalieu und von danach Griechenland hinüber. — d) Cäsar bemächtigte sich ohne Schwert-streich ganz Italiens. Durch seine Milde gewann er auch seine Gegner.Hieraus bezwäng er Spanien, die Provinz des Pompejus; denn ersagte: „Zuerst will ich das Heer ohne Führer und dann den Führer ohneHeer schlagen." Nach Italien zurückgekehrt, schiffte er sogleich mit einemTeil seines Heeres nach der Ostküste des adriatischen Meeres hinüber.Seine übrigen Truppen konnten ihm der vielen feindlichen Schiffe wegennicht sogleich nachfolgen. Deshalb bestieg Cäsar selbst in einer stürmischenNacht ein Schiff, um sie zu holen. Als der Steuermann wegen derWut des Sturmes umkehren wollte, hinderte er ihn durch den ermuti-genden Zuruf: „Fürchte dich nicht, du trägst Cäsar und sein Glück!" —v) Bald darauf kam es bei Pharsülus in Thessalien zur entscheidendenSchlacht. Die kriegsgeübten Truppen Cäsars brachten dem doppelt sostarken Junkerheer,, des Pompejus eine vollständige Niederlage bei. Pom-pejus floh nach Ägypten, Cäsar eilte ihm nach, um ihn zu verhindern,ein neues Heer zu bilden. Als jener in Ägypten landete, ließ ihn derjunge König dieses Landes ermorden. Cäsar kam drei Tage später an;beim Anblicke des blutigen Hauptes seines großen Gegners vergoß erThränen der Rührung. Der Mörder erntete, wie billig, schlechten Dank;an seine Stelle setzte Cäsar die wunderschöne Kleopatra als Königin ein.Bei einem Aufstande in Alexandrien kam er in die größte Gefahr. Hier-auf wandte er sich gegen einen aufrührerischen König in Asien und be-siegte ihn in so kurzer Zeit, daß er nach Rom melden ließ: „Ich kam,sah, siegte." — ll) Von Kleinasien zog er hinüber nach Afrika, wodie Söhne des Pompejus, unterstützt vom König von Numidien, dasBanner der Empörung aufgepflanzt hatten. Er überwand sie in mörderischemKampfe und schlug Numidien zum römischen Reich. Jetzt erhoben diePompejaner ihr Haupt in Spanien. Cäsar suchte sie auch hier auf undlieferte ihnen eine gräßliche Schlacht. Als seine Truppen bereits zu weichenbegannen, stürzte er entblößten Hauptes unter die Fliehenden und rief ihnenzu: „Wollt ihr euren Feldherrn einem Knaben überliefern?" Er siegte.