60
Skandinavien. Moskau. Burgund. Habsburg.
1460 Schleswig und Holstein in Personalunion mit Dänemark vereinigt, unterChristian I. v. Oldenburg.
Wirtschaftlich bleibt die Hause Vormacht, auch Handel der Holländer und Eng-länder in der Ostsee.
1523 macht sich Schweden unter Gustav I. Wasa (—1560) selbständig von derUnion. Die nordischen Staaten beseitigen die Vorzugsstellung der Hansen.1534—36 Lübecks unglücklicher Kampf unter Jürgen Wullenweber um dieOstseeherrschaft.
Moskau, wie die deutschen Marken auf Kolonialboden entstanden, s. 1328 Sitzder russischen Großfürsten. Sie unterwarfen 1478 die große RepublikNowgorod (Iwan III.), bis 1520 auch die übrigen russischen Teilstaaten.Die mongolische Oberherrschaft 1480 beseitigt.
Asiatischer Despotismus des Großfürsten gepaart mit ziemlicher Ungebundenheitdes grundherrlichen Adels (Bojaren). Unter Iwan IV., dem Schrecklichen(1533—84) barbarische Bändigung des Adels, Eindringen geringer euro-päischer Einflüsse, große Ausdehnung im Osten: Kasan 1552, Astrachan 1557,Sibirien s. 1581.
kein dynastische Bildungen.
1. Herzoge von Burgund (Bourgogne), Nebenlinie des französischenKönigshauses, 1363, werden diesem selbst gefährlich. Gewaltige Vergrößerungdurch Heiraten und Erbschaften, mit deutschen und französischen Lehen, reicheblühende Länder, zumal die „Niederlande" (Flandern, Brabant, Limburg, Hol-land, Seeland, Hennegau, Luxemburg), glänzende Monarchie.
Der letzte Herzog Karl der Kühne scheitert in seiner Eroberungspolitikgegen Kurköln, Lothringen und die Schweizer 1474—77.
2. Haus Habsburg erheiratet 1477 die burgundischen Niederlande undFreigrafschoft Burgund, folgt 1516 in Spanien mit Nebenlanden, 1526 in Böhmenund Ungarn. Ungeheure Machtausdehnung unter Karl V., 1519—56 deutscherKaiser, größte Weltmacht seit dem römischen Kaiserreich.
Danach Spaltung in eine spanische und eine österreichische Linie, durchkatholische Hauspolitik verbunden.
11. Übergang zur lleuzett.
Sfädfisch*bnrgerliche Kultur.
Während Wirtschaft und Kultur im vorderen Orient unter den Über-flutungen aus Jnnerasien, Mongolen (Tataren) und Osmanen, herabsinken, sindsie im Abendland seit den Kreuzzügen im beständigen Aufsteigen. Träger der