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Leitfaden für den zoologischen Unterricht in den unteren und mittleren Klassen der höheren Schulen / von Karl Kraepelin
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Säugetiere.

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oder der Schmelz bildet Falten in das Zahnbein hinein (Fig. 16). Von diesenUnterschieden wird bei den Nagetieren und Huftieren genauer die Rede sein.

Körperbedeckung. Die Haarbekleidung des Körpers ist sehrverschieden. Nur wenige Säugetiere sind fast nackt (Walfische);in derRegel kann man Woll-haare (zum Wärmeschutz)und Grannenhaare (zumSchutz gegen Regen) unter-scheiden. Bei noch andernsind die Haare als starreBorsten (Schwein) oderStacheln (Igel) entwickelt.

Auch mit Schuppen oder

Schildern kann der Körper bedeckt sein (Schuppentiere, Gürteltiere).Haarkleid wird meist jährlich gewechselt (Mauser) und richtet sich in bezugauf seine Dichtigkeit nach dem Klima und der Jahreszeit (Sommer-, Winterpelz).

Fig. 16. Schmelzfaltige Backenzähne vona Nagetier; b Wiederkäuer; c Längsschnitt.

Das

Ein Haarwechsel tritt nur im Frühjahr ein, wo die Winterhaare abgestoßen und durchein vorwiegend nur Grannenhaare enthaltendes Sommerkleid ersetzt werden. DerWinterpelz entsteht dann im Herbst durch das Nachwachsen zahlreicher Wollhaarezwischen den Grannenhaaren des Sommerkleides, wobei zuweilen eine merkwürdigeUmfärbung der Haare stattfindet (Wiesel, Hermelin, Alpenhase).

Innere Organe. Der Verdauungsapparat beginnt mit einer geräumigenMundhöhle, in der die Speisen mit Hilfe der Zähne zerkleinert und durchden Speichel der Speicheldrüsen (Ohr-, Kiefer- und Zungenspeicheldrüsen)schlüpfrig gemacht werden. Vom Munde führt ein häutiges, schlaffes Rohr,die Speiseröhre (Fig. 3 Sp) in den Magen (Fig. 3 M), der quer zur Längs-richtung des Körpers gestellt ist und oft aus verschiedenen Abschnitten be-steht. An den Magen schließt sich der eigentliche Darm, der je nach derNahrung des Tieres ob Fleisch- oder Pflanzenfresser eine sehr verschie-dene Länge besitzt. Der erste Abschnitt des Darms, der meist in vielen, durchdünne Häute in ihrer Lage gehaltenen Windungen den größten Teil der Bauch-höhle ausfüllt, ist dünner als der Endabschnitt und heißt Dünndarm. Ersetzt sich rechtwinklig an den weit stärkeren Dickdarm an, der endlich alsMastdarm nach außen mündet. Schon im Magen werden der Speise ausDrüsen der Magenwand große Mengen verdauender Flüssigkeit zugeführt,der sog. Magensaft. Ist die Speise dann durch den sog. Pförtner in denDünndarm eingetreten, so mischen sich ihr die Säfte zweier weiterer Drüsenbei, nämlich der Leber und der Bauchspeicheldrüse. Der von der Leberausgeschiedene Saft heißt Galle; er sammelt sich meist in einem besonderenBehälter, der Gallenblase, an. Durch alle diese Säfte wird ein Teil der ge-nossenen Nahrung aufgelöst und tritt nun in flüssiger Form in die Wände