III. Kreis: Weichtiere (Mollusca).
Die Weichtiere, als deren Vertreter die Weinbergschnecke (Fig. 394) oderdie gewöhnliche Gartenschnecke dienen mag, besitzen einen massigen, plumpenKörper, der weder durch innere Skeletteile gestützt ist, wie derjenige derWirbeltiere, noch auch eine Gliederung in hintereinander liegende Abschnitteoder Ringe erkennen läßt, wie derjenige der Gliederfüßer. Der in die Augenfallendste Unterschied von den beiden bisher besprochenen Kreisen besteht
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Rg. 394. Weinbergschnecke.
aber wohl darin, daß der Körper nicht, wie bei jenen, durch gegliederte Skelett-stützen (Beine) vom Boden abgehoben und dadurch zu schneller Ortsbewegungbefähigt wird, sondern mit breiter Fläche dem Boden aufliegt und nur durchabschnittweises Zusammenziehen dieses Körperteils eine langsame Kriech-bewegung auszuführen vermag. Dieser der Ortsbewegung dienende, bei denSchnecken als flache Sohle entwickelte, im wesentlichen aus Muskelmassebestehende Körperabschnitt wird als Fuß bezeichnet und ist bei allen Weich-tieren vorhanden, wenngleich seine Gestalt und Verwendung mancherlei Ver-schiedenheiten zeigt. Ist doch vor allem zu berücksichtigen, daß die Mehrzahlder Mollusken im Wasser lebt, d. h. in einem Element, welches das Eigen-gewicht des Körpers aufhebt und daher für die Ortsbewegung keineswegsstarre Skelettstäbe zur Stütze des Körpers verlangt, wie das Leben auf festemBoden. Das beweisen ja schon die Fische mit ihren weichen, vielstrahligenFlossen im Vergleich mit den auf ihren Beinen wie auf vier Säulen sich stützen-