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Leitfaden für den zoologischen Unterricht in den unteren und mittleren Klassen der höheren Schulen / von Karl Kraepelin
Entstehung
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I. Kreis: Wirbeltiere (Vertebrata).

Skelett. Eine große Zahl der uns bekanntesten Tiere, die sich im allge-meinen schon durch ihre Größe von den sogenannten niederen Tieren, denSchnecken, Insekten, Würmern usw., unterscheiden, ist dadurch ausgezeichnet,daß ihr Körper im Innern durch feste Knochen gestützt ist, die man in ihrerGesamtheit als Skelett bezeichnet. Es ist nicht schwer, dieses Skelett etwabei einem Hund (Fig. 1), einem Huhn, einer Eidechse, einem Frosch, einemFisch (Gräten) dadurch herzustellen, daß man die Weichteile durch Kochen

Fig. 1. Skelett eines Wirbeltiers (Hund).

und darauffolgende Präparation (oder durch Abfaulenlassen) entfernt. Manerkennt dann, daß das Skelett aus einer größeren Zahl verschiedener Knochenbesteht, wie dies ja für die Beweglichkeit und Verstellbarkeit der Körperteilegegeneinander nötig ist. Am Rücken sieht man eine Anzahl kurzer Knochenaneinander gereiht, die vom Kopf bis zur Schwanzspitze eine Art gebogenenund biegsamen Stabes bilden. Dieser Hauptteil des Skeletts, an den sich alleübrigen befestigen, heißt Rückgrat oder Wirbelsäule; seine einzelnen