78 I. Abschnitt. Die Kreise oder Stämme des Tierreichs.
sie die Schuppen der Tannenzapfen geschickt auseinanderbiegen, um die Samenzu erlangen (Sage von Christi Kreuz). Sie nisten meist im Winter und sind Be-wohner der nordischen Kiefern-und Fichtenwälder. In Deutsch-land sind sie seltener.
Verwandt ist der dick-schnäbelige, unsere Kirschen-pflanzungen oft in Scharenheimsuchende Kernbeißer (Coc-cothraustes coccothraustes;
Fig. 117).
Die Ammern (Emberiza)haben einen etwas schwä-cheren Schnabel als dieFinken, dessen Schneidenach innen gebogen ist. Essind Erdnister, die sichbesonders von Sämereiennähren. Am bekanntestenist die schön goldgelb undbräunlich gefärbte @016=
Otntncr (E. citrinella), dieauch im Winter bei uns bleibt und dann in die Städte kommt.
Den Finken nahe stehen die meberobgel Afrikas und Asiens, deren geselligan schwanken Zweigen hängende, oft mit langem Retortenhals versehene Nesterkunstvoll aus Grashalmen geflochten sind.
2. Fam. Lerchen (Alaudidae). Die Lerchen unterscheiden sich von denFinken, durch den langen, wagerechten Sporn der Hinterzehe (Fig. 119), unddurch den längeren und dünnerenSchnabel (vgl. Fig. 120). Beides hängtmit der Lebensweise zusammen: dieLerchen sind Erdbewohner und ge-schickte Läufer, bauen auch ihr Nestin einer Bodenvertiefung (Eier starkbraun gesprenkelt) und nähren sich
Fig. 119. Fuß der Lerche.
den Sommer über meist von Insekten,im Herbst und Winter aber auch von Sämereien.
Die *$el6lercf|e (Alauda arvensis) ist ein Zugvogel. Sie läßt ihren wunder-vollen Gesang hoch oben in den Lüften über den Feldern erschallen, umsich dann plötzlich mit angezogenen Flügeln herabzustürzen. - Ähnlich inWesen und Gewohnheiten ist die l?ei6elerd)e (Lullula arborea).
Die mit Federschopf versehene Haubenlerche (Galerita cristata; Fig. 120), dieim Winter sogar in die Städte kommt, ist ein schlechter Sänger und kein Zugvogel.
Fig. 118. Kreuzschnabel.