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Leitfaden für den zoologischen Unterricht in den unteren und mittleren Klassen der höheren Schulen / von Karl Kraepelin
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Geradflügler.

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Schienen der Vorderbeine befindet sich ein Gehörorgan, das als feiner Spaltsichtbar ist. Die Eier werden vom Weibchen mit langer Legeröhre in denBoden gelegt.

Das Ijeupferö (Phasgonura viridissima; Fig. 298) wird im Herbst oft inkleinen Käfigen gehalten.

3. Fam. Feldheuschrecken (Locustidae, früher Acridiidae). Es sind all-bekannte, meist erdfarbene Bewohner der Wiesen, Heiden und Felder, mitkurzen Fühlern und nicht einrollbaren Hinterflügeln (Fig. 299, 300). DieMännchen schrillen, indem sie eine Schrill-Leiste an der Innenseite der Hinter-schenkel gegen eine vorspringende Längsader derFlügeldecken reiben. Ein Gehörorgan findet sicham ersten Hinterleibsring und ist dort als trommel-fellartige Membran sichtbar. Die Eier werdenmeist einfach auf die Erde gelegt. Die Vermeh-rung ist oft so ungeheuer, daß die Pflanzendeckeganzer Landstriche durch die wolkenartigen, vomHunger zum Wandern getriebenen Schwärme der Tiere vernichtet wird.

Die QeufprittQCf (Stenobothrus; Fig. 299) sind gemein auf unserenWiesen.

Die $cf|ltarrfcf!recfe (Psophus stridulus), mit roten Hinterflügeln, klappertbeim Fluge wie mit Kastagnetten.

Die tOattöCtljCUfdfjfCcfC (Locusta migratoria; Fig. 300) richtet in Südeuropaund den benachbar-ten Teilen Asiens oftgroßen Schaden anund ist auch mehrfachnach Deutschland vor-gedrungen. — Ver-wandte Arten, nament-lich in Afrika und Süd-amerika, treten oft inungeheuren Schwär-men auf und verwandeln in kurzer Zeit blühende Gefilde in braune Wüsten.Einem südamerikanischen Pflanzer wurden in 20 Sekunden 40 000 Tabaks-pflanzen spurlos vertilgt. Schutzmittel sind: das Sammeln der Eier, Ziehenvon Gräben mit Zäunen gegen die flugunfähigen Larven, Anzünden vonFeuern usw.

2. Gruppe: Schreitschrecken (mit langen, dürren Beinen).

1. Fam. Fangschrecken (Mantidae). Es sind meist tropische Raubtiere,mit großen, gegen den Kopf erhobenen Raubfüßen (Fig. 301) an dem lang

Fig. 300. Wanderheuschrecke.

Fig. 299. Heuspringer.