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Leitfaden für den zoologischen Unterricht in den unteren und mittleren Klassen der höheren Schulen / von Karl Kraepelin
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I. Abschnitt. Die Kreise oder Stämme des Tierreichs.

höhlen, unter Steinen usw. verborgen hält, während er nachts auf Beute(Schnecken, Larven, Aas, auch Pflanzen) ausgeht (Fang bei Fackellicht).Die Jungen machen keine Verwandlung durch, brauchen aber vier Jahre,bis sie fortpflanzungsfähig sind.Krebssteine der Magenwand liefern Kalkfür die Verkalkung des nach der Häutung neu gebildeten Skeletts (Butter-krebs). - Infolge einer Pilzkrankheit (Krebspest) ist der Flußkrebs in denletzten Jahrzehnten an vielen Orten Deutschlands recht selten geworden.

Der ljummer (Astacus gammarus, auch wohl Homarus vulgaris genannt)ist ein bis einen halben Meter langer Bewohner des Meeres, namentlich desFelsengrundes, aus dessen Verstecken er die Beute mit seinen riesigenScheren packt. Die Jungen machen eine Verwandlung durch. Allein beiHelgoland werden jährlich etwa 60000 Stück gefangen, ln der Ostsee fehlter. Auch der bunt gefärbte norwegische Hummer (Nephrops norvegi-cus), mit langen, schmalen Scheren, kommt neuerdings viel auf den Markt.

Den Krustenkrebsen nahe stehen die ponjerfrebfe (Palinuridae), deren erstesQehbeinpaar aber nur eine Klaue trägt. Hierher die dem Hummer an Größegleichkommende, schmackhafte £angufte (Palinurus vulgaris) des Mittelmeeres undWesteuropas mit riesigen Fühlern und dickem Schwanz.

2. Farn. Garneelen (Carididae). Der Körperist seitlich zusammengedrückt, die Schale istdünn, hornig und wenig verkalkt (Fig. 381).

Die ßarttcde oderNordseekrabbe (Cran-gon crangon) der Nord- und Ostsee hat einenkleinen, kurzenSchnabel und wird beimKochen grau.

Der (Brandt oder dieOstseekrabbe(Leander rectirostris und squilla; Fig. 381) derNord- und Ostsee hat einen langen, gesägtenKochen rot.

Fig. 381. Granat.

Schnabel und wird beim

3. Farn. Einsiedlerkrebse(Paguridae). Sie sind ausge-zeichnet durch einen völlig scha-lenlosen und daher weichhäu-tigen Hinterleib, den sie zumSchutz in leere Schneckenge-häuse verstecken (Fig. 382).

Beim Größerwerden wird dieWohnung gewechselt. Der Kör-per ist dem spiraligen Schnecken-gehäuse entsprechend meist auffallend unsymmetrisch; die eine Schere istmeist viel größer als die andere und dient zum Verschluß der Mündung, wenn

Fig. 382. Einsiedlerkrebs.