Die äußere Haut.
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hörnten, platten Zellen, die sich leicht in kleinen Schüppchen ablösen (Schuppender Kopfhaut) und von unten her aus einer weicheren, noch nicht verhorntenSchicht (Schleimschicht) durch nachrückende, allmählich ebenfalls verhornendeZellen ersetzt werden. Im allgemeinen,besitzt die obere Hornschicht nur einegeringe Stärke, pflegt aber an Dicke zuzunehmen, wo andauernd ein größererDruck auf sie ausgeübt wird (Fußsohlen, Schwielen der Innenhand). Es wirddadurch ein vermehrter Schutz für die darunterliegenden Organe geschaffen,doch können dabei auch krankhafte Bildungen auftreten (Hühneraugen).
Die Lederhaut ist, im Gegensatz zur Epidermis, sehr nerven- und blut-gefäßreich, wie wir ohne weiteres beobachten, wenn ein Schnitt oder Stichdie Epidermis durchdrungen hat. Sie besitztund wird unter dem Einfluß von Gerbstoffenzu Leder (auch Menschenleder wurde nament-lich im Mittelalter aus der Haut der Wild-diebe usw. vielfach hergestellt). Die Leder-haut liegt der Epidermis nicht in ebenerFläche an, sondern ragt vielmehr in sie mitzahllosen, dicht gestellten kegelförmigenErhöhungen oder Papillen (Fig. 509 P)hinein. Die meisten Papillen enthalten feinsteBlutgefäßschlingen zur Ernährung derzwischen ihnen wuchernden Schleimschicht-zellen, während sich in anderen, den sog.
Gefühlspapillen, die später zu be-sprechenden Tastkörperchen (770 befinden.
Die tieferen Schichten pflegen nesterförmigeEinlagerungen von Fett zellen (F) zu be-sitzen, die schließlich so überhand nehmen können, daß sie als zusammen-hängende Fettschicht (vgl. die „Speck“schicht eines gemästeten Schweines)erscheinen. Zu unterst folgen die dünnen Häute, welche die Verbindung mitden Muskeln oder sonstigen, unter der Haut liegenden Organen herstellen(Unterhautbindegewebe).
Drüsen der Haut. Aus der Tiefe der Lederhaut steigen bis an die Ober-fläche der Epidermis die Mündungskanäle zweier Drüsenarten empor, diefür die Tätigkeit der Haut von großer Wichtigkeit sind: es sind die Schweiß-drüsen und die Talgdrüsen.
Die Schweißdrüsen (Fig. 509 SD) sind einfache, aber an ihrem blindenEnde knäuelförmig aufgewundene Schläuche, deren Wandzellen eine salzigeFlüssigkeit, den Schweiß, absondern. Aus zahlreichen „Poren“ der Oberhauthervortretend, fließt er bei stärkerer Absonderung zu Tropfen zusammen. DieTalgdrüsen (Fig.509 und Fig.510 TD) sind gelappte Drüsen, die am Grunde
eine mehr faserige, zähe Struktur
Fig. 509. Querschnitt durch die Haut(schematisch).