Band 
III. Teil.
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Proben aus der antiken Dichtung.

Gerne stürb' ich für sie hin,

Wenn das Schicksal mir sie dafür verschont.

Lydia:

Mein Herz senkt in WechselglutOrnyt's schöner Sohn, der in Thurii wohnt,

Doppelt stürb' ich gern für ihn,

Wenn das Schicksal mir nur den Jüngling schont.

Horaz:

Doch wenn alte Liebe kehrt,

Die Getrennten neu zwingt ins erzne Joch;

Wird Blondchloe abgewehrt —

Offnest du die Tür, einst Verschmähte, doch?

Lydia:

Schön ist jener wie ein Stern,

Du wie Kork so leicht, jäh wie wildes Meer —

Dennoch lebt' ich mit dir gern,

Mit dir wäre mir auch der Tod nicht schwer.

(Stowasser.)

III.

An Augustus.

Der Jster und der wilde Tigris lauschenAuf deinen Wink, der aus noch dunklen QuellenEntsprungne Nil, die Walfischreichen Wellen,

Die an Britanniens ferner Küste rauschen.

Dir, dir gehört Jberiens rauhe Erde,

Der Gallier, der kühn den Tod nicht scheut,

Selbst der Sigambrer, den nur Mord erfreut,

Verehrt dein Walten mit gesenktem Schwerte.

(Günther.)

Aus den Epoden.

Glückselig, wer fern dem Geschäfteführen,Wie in der goldnen Zeit, begnügtErerbten Grund mit seinen eignen StierenUnd frei von jedem Wucher pflügt,

Den nicht zum Krieg Hornstöße trotzig rufen,Dem Meerzorn keinen Schrecken schafft.