Band 
III. Teil.
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Proben aus der antiken Dichtung.

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Er flieht den Marktlärm, flieht die stolzen StufenDer übermächt'gen Bürgerschaft:

Sei's, daß er mit erwachsnen RebensprossenDer hohen Pappeln Stainm vermählt,

Sei's, daß in fernem Waldtal hingegossenZerstreuter Rinder Herd' er zählt.

Bald kappt sein Messer Zweige, ungenüge:

Dann pfropft er Edelreiser ein,

Preßt Honig rein und füllt ihn dann in Krüge,Dann schert er schwache Schäfelein.

Wenn dann sein Haupt, das reife Früchte schmücken,Vom Land der Herbst erhebt, so reich —

Wie freut die Edelbirne ihn beim Pflücken,

Die Edeltraude, purpurgleich,

Dir sie, Priap, als Gabe darzureichen,

Und dir, Silvan, du Grenzmarkwart!

Wie liegt sich's lustig unter alten Eichen,

In dichtem Wasen, zäh und hart,

Indes in tiefem Bett die Wasser gleiten,

Im Walde klagen Vögelein:

Waldlaub und Wasser rauscht im WiderstreitenUnd lädt zu lindem Schlummer ein.

Doch wenn das Jahr der winterlichen ZeitenSchneefall und Regen wiederbringt,

Treibt Eber das Gehünd' von allen SeitenIns Stellnetz ein, das sie umringt.Dünnmaschennetz an glatter Gaffel hängt erFür die gefräß'gen Drosseln hin,

Den feigen Hasen, Wanderkraniche fängt erIn Schlingen, lust'gen Weidgewinn.

Des schlimmsten Liebeskummers Sorgenpfeile,

Wem fielen die dabei noch ein?

Erfreut doch ein keusch Weib an ihrem TeileDas Haus, die zarten Kinderlein,

Wie die Sabinerin, der ApuliererdeSonnbraune Tochter, schenkelhart,

Altholz aufhäufend auf des Hauses Herde,

Des müden Manns Heimkunft erharrt.

Das glatte Vieh in Weidenschwaigen schließend,

Leert sie gespannter Euter Zahl,

Aus süßem Kruge Heurigen vergießend,

Kocht sie ein ungekauftes Mahl.

Lucrinermuscheln minder mich anmuten,

Steinbutten, Flundern auch nicht mehr,