Band 
III. Teil.
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Proben aus der antiken Dichtung.

Wenn sie der Oststurm mit gewalt'gen FlutenHerdonnernd bracht' in unser Meer.

Und angenehmer mag kein Perlhuhn steigenIn meinen Bauch, kein Auerhahn,

Als die Olive von der Bäume Zweigen,

Die fett'ste, die die Augen sah'n —

Als Kresse, die nach Wiesenfeuchte schmachtet,

Und Malv' — aufweichend ganz von Grund,

Am Grenzgottfest eilt Lämmlein, frisch geschlachtet,Ein Zicklein aus des Wolfes Schlund.

Bei solchem Mahl — wie muß man sich da freuen,Wenn man die fetten Schafe siehtNach Hause eilen und den Stier, den treuen,

Der lässig heim die Pflugschar zieht.

Doch um des vollen Tisches Runde sitzenHausleute da in langer Reih':

Es strahlen selbst die Laren, die sie schützen,

Man sieht's, wie reich die Wirtschaft sei.

So hatte Weißmann der Bankier gesprochen,Landmann zu sein, sofort bereit —

Und zog sein Geld ein, das er nach drei WochenAufs neue gegen Zinsen leiht.

(Stowasser.)

Aus den Satiren.

Das war immer mein Wunsch: ein Gütchen von mäßigem Umfang,Dran ein Gärtchen und nahe den: Haus frischsprudelndes Wasser,Drüber hinaus noch ein Stückchen Wald. Doch reicher und besserHaben's die Götter gefügt; wohl mir! Nichts weiter erfleh' ich,Maja's SohnZ, als daß du den Gaben auch Dauer verleihest.

Wenn ich weder mein Gut durch schlechte Künste vermehrte,

Noch zu schmälern gedenke durch Leichtsinn oder Verschwendung;Wenn ich in Torheit nie so betete: „Wäre das nächsteStückchen doch auch noch mein, das fehlt, um das Gütchen zu runden!Zeigte der Zufall mir ein Kästchen voll Geldes, wie jenem,

Der einen Schatz entdeckt' und die Acker, die er um TaglohnFrüher gepflügt, mit dem Gelde erwarb, durch Herkules' Gnade!"Wenn ich zufrieden mich freu meiner Habe, erhör meine Bitte:„Mache das Vieh mir fett und alles, was ich besitze,

Außer dem Geist?), und sei, wie bisher, mein Hort und Beschützer!" —

Gott Merkur.

H „Dick" und „Dumm" hielt man schon im Altertum für identisch.