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Curieuses und reales Natur-, Kunst-, Berg-, Gewerck- und Handlungs-Lexicon ... / nebst einer ausführlichen Vorrede Herrn Johann Hübners
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1091-1092
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Lienteria Liga

1091

?ig«mcntum Si

zwischen den Rippen und dem Magen,ist lang-licht als eine Ochsen-Zunge, bey jungen Kin-dern ist sie roth, bey Erwachsenen braun oderschwärzlich/ bey Betagten aber Blcy-schwartz,»st an das umgespannte Feil, Netz und Nierengehefftet. DieKranckheicenanderMilyseyndLienis inüarnmario.desMiltzes Entzündung,Punstura , Mich- und Sciteii-Steicheii,sicir-rbu-.schwannnichtc Geschwulst der Mich/T'u-m.ox, gleichfalls eine Mich-Geschwulst. DasWesen der Miltz bestehet aus vielen Perga-rnents-Häutlein,welche in besoudereBehälter-lein, gleich den Bieiien-Häuslciu, zusammengeseget, und durch viele unterlauffcndeZäser-Tetit befestiget sind. In solchen Bchälterleinaber scynd meiste und Eyer-förmige Orüsleinenthalten, welche an den Enden der Puls-A-dern hangen, deren sehr viel durch die Miltzausgebreitet sind, und rühren selbige her vondem liucken Bauch-Ast. Die Blut-Ader aberstammet von demMlltz-Ast derPfort-Ader her,und machet selbige eine Hole, welche sich durchdie gautze Milk erstrecket, und durch ihre Nc-den-Löcher, welche sie an statt der Aesie bekom-men, das Geblüt von der Puch-Ader empfangt.Die Spann-Adern hat die Milk von dem lin-cken Rippcn-Ast desachten Maars. Der Nu-tzen, welchen die Miltz dem menschlichen Leibegiebt, ist das Geblüt Verdünnern, damit es inder Leber, wohin es gleich aus der Mich gcfüh-ret wird, die Galle desto leichter von sich laste.Diese Verdünnerung aber geschiehet durch dieDrüslein, welche in der Mil« sich bcsindcu,wenn nehmlich das Gcblüte durch solche mitGewalt gcpreffct und gedrucket wird. Washierbey von dem Ausschneiden der Milk beyden Laustem gcsaget wird, ist eine Fabel, sinte-mahl kein Mensch, dem die Miltz ausgeschnit-ten, weit lausten, sondern bald sterben würde,indem des Milöes weite und grosse Gelasse soviel Blut würden ausschütten, daß es »immerzn stillen wäre, daher auch alie Miltz-Wundentödtllch seim.

Lieteria, Ruhr, Bauch-Fluß,wenn der Menschofft zn Stuhl gehen muß, und die Speisen, wieer solche zn sich genommen, unverdauet wiedervon sich giebt.

Liefe,eine Denetianische Müntze,welche 20.S0I-cli oder z.Gcoschcii, a.Pfennig oder etwas inehrbetraget, s. Lira.

Liessen, sind die eisernen Schnautzen an Blase-bälgen.

Ließnftind, ist eine Art des Gewichts, deren 20.auf ein Schiff-Pfund oder 3. Centner gehen,und in Holland , auch Nieder-Sachscn ge-braucht ivcrden.

Lieu, dieses Wort wird aufReit-Schulen fürdie Stellung und Positur des Pferde-Kopffsgenommen.

Liga, bedeutet das Schrot mid Korn, Ge-

halt der Münsc. Ligiren ober lcgiren heist dasfeine Gold oder Silber mit einem geringernMetall versetzen. Das Gold wird mit Silberund Kupffcr, das Silber mit Kupffcr ligirt.Das seine Gold wird Gelb, der Zusatz aber,wenn er von Silber, weis;, und wenn er vonKupffcr, Roth; bey dem Silber aber das fei-

gnn«

ne weiß, und derSonst heist essovielalsesiiVand^LLigamentum, ein Band, WOfslnetS "halten wird. IstrndcrAnawmi°-,>5-idichtes langlichtes Wesen, ^als d/Kmenra ureti, die Miitter-Bänbkr, Mzweycrle» Sennen, deren die einmbwk's.andern rund; mit bicsen S'"@nmb der Eebahr-Muttcr herchg«»Halten, daß sie nicht aus ihm» raff,S-isMcn sän ; zume,lcuw,rd auchB-Mdlem, Frsnuium darunter

s. Fibula , 1

Ligamemum annulare, heiß £»ic ©enneiSrBand der Handwurtzel, 1K u r :

Mansren, des Ellbogens »ach b«lauffeu.

Ligamentum Cartilagineum, f. Cartila,-L'.gatio, wird bey den Lhinitgis :

Verbindung der Wunden gesagt.es aber auch das Unvermögen jum fczeugen, welches durch Zaubere» md«»chTeufels-Künste soll zuwege gebracht «!rsscy».

Ligatnra, si Fibula.

Lige. s. Alloy .

L>gnum.Holtz,hcistinderAp°tbeckeckrk«!«i!

Materialisten ein vom Baum odttKwsiiabgchauenerAst, oder viele Acsie, eks«!Späne, und sind bey denselbigcii MtciZchtz

Ne zu finden,atsLignum Aloes seujlgA,., 1Ambra: vel Nerolae, Aspalati, Entilis-,Buxi, Cotyli, Cupressi, lignum Coub:!vvvel serpentarium, Schlailgciihelk. kd-n,Guajaci, lignum Nephriticum, ErustikliLignum Rhodium, Agallochumforte.li-gnumfossile, Xylo-Aloe Solida,

Hvltz, Lignum San£him vel Guajacum, ü,.lig-oder Frantzosen-Holtz, Lignum Sandafc,Sandcl-Holtz, Lignum Sassafras, Subcn:Tamarisci, &c. f.

Lignum agallochum jOfcet Aloes, f.p«KbfHoly.

Lignum ambratum , s. Amber-^oltz.Lignum aspalatum, s. Aspalatum.Lignum Bcasilianum , s. Drasilieuvhol?,Lignum Buxi, siLllchsbaum-iholtz. |Lignum Campeche, f. Campeche ^ol?. |

Lignum Camphoratum, f. Tampber-Al?.Lignum citri, FraiItzösisch,Bc>is deCitron, ti<tBois de Jasmin, oder Bois de Cha®Mi

Teutsch, £ttfoneit;'jiolR, odcrÄch><

odcrIasminholtz.DasisteindWsM

und harmges gelblichtes oderCitMM-MHoltz, von starckem Geruch, 'asimeLike»daher ihm auch der Titel worden., Gsi»von einem schönen Baume, der inlängs an der See hinmächst. Eitmlui«»Haussen laug-und grosse Aejie, welche iinietche» Blättern besetzet sind, du deiik«»^Blätter» ähnlich sehen, sind aber viel Mund gläntzeud grün. SciueBliiteiiichai«die Pommeraiitzen-Müteii und ntchainJasmin. Daraus folge» kleiuc.schss«M !te, so groß wie Pfeffer-Loriier.wird in grossen, dicke» St'icken vcrÄttt,ren iedes biß aufzivey taipeub Mb M »