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Curieuses und reales Natur-, Kunst-, Berg-, Gewerck- und Handlungs-Lexicon ... / nebst einer ausführlichen Vorrede Herrn Johann Hübners
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1103-1104
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no? kipopsyehia Liquor

tipopsychia, eine schwache Constitut'on, nieder-geschlagenes Gemüth. Es heist auch eben soviel, als

JLipothymia, die Obmnacht, wenn ein Menscherblast darnieder sincket, unbeweglich oder alstodt lieget,dabey schlechte Zeichen seines Lebensvon sich giebct,faft weder Athem noch Puls hat,als ob er todt wäre.

Lippe, s ubium,

Lippitud», die 2fupentrieff»ng, das Rinnender Augen, ist ein Anliegen,so von Erweichungder Fäscrn in den Thranen-Drüslein, oderauch von dessen Derlexung und Zerbeiffungherrühret, und ist sonderlich bey alten Leutensehr gemein.

Ijpyria wird von Ulancard das Fieber genannt,dabey einem innerlich heiß ist, ob er schon a«s-ftrlicb freuert: es entstehet gemeiniglich ausEntzündung des Magens, der Leber, Mili,re.Uquaie, durchs Wasser etwas stößig machen, die-ses kommt allem dem Sack und Fettigkeitenzu, doch heist es auch zuweilen so viel als etwasdurch das vc qmum auflösen.

X-icjuan f, Col.liquatie' 9

liquctactio, eine gämliche durch langsanies Feu-er zu weg gebrachte Austbsung harter, sonder-lich aber fettet- und hartziger Dinge, um solche,wenn sie also zcrscbmvcke», besser zu vcrichäu-men, und mit andern nerniüchen zu kLiinen.Liquid, richtig, gegen einander ausgehend, wohl'ab-und zusammen gerechnet. Daher sagtman eine! q»'dc Rechnung, »liquide eine un-richtige; Uq'wluw, das stößige, item dernun-mehro ohne Streit und fernere <d>,nceKa-i»ngezogene Schluß der Rechnung, Liquiden,,!)iiiuqui wRechnungen lassen sich in Kauffmann-schafft nicht mit einander eonsundiren, odercompenssren, oder eine gegen die andere ab-rechnen,als etwan ein klarer acceptirtcr Wech-selgegeneine unrichtige Buch-Schuldrc.Liquidaurbia, aiich^wb-a > quMa, und im Teut-schen weicher stößiger Stvrax genannt, ist eingelbrothes stößiges Oel, als wie VenedischerTerpentin, am Geruch und Geschmack demweichen Storax gleich, wird aus Neu-Spa-nien gebracht, ist aber heut zu Tag gar rar, undwird von vielen Scribenten für den recktenweichen Storax gehalten, und der Banm,dar^flitsei-jJciiüt, St >rax foijo Aceris, von den In-dianern Ootori genennet. An Krafft undTugend kommt er mit dem Storax überein.

XJr^uiricis radix, f. G!ycyrrhiza.

J-iquor, ein dünnfliesseiider ©äfft, unter welchenin der Anatomie verstanden werden, Blut,Wasser, Harn, Samen und alles was nur flies-tet: insgemein alle Feuchtigkeiten, die durchdasveNquiumoderaiif dergleichen Weise de-reitetwerden. Unter feieren excellircndie re-solvirten Salke, die unterweilen Balsame,ruiveilen anch owa, wiewohl nicht mit Recht,genennet werden. Die Sacke werden resol-virt durch das vdiquuim.wenn sie in die feuch-te küsst gestellet, oder mit wasserichter Feuch-s tigkeit imbibiret werden. Die gebranchlich-

steil iquaics stynd : liquor Salis Ammoniaci,von Salmiac, Arfemci, Arsknic, 1 'nraIIorum,Coraffen, Crystaiiorum, Erystallcn, saiu

kirr

Lissabon

1194

6-mm^.von Stein-Salk, UpiL'LJuden, Stein, Lync. Summen, o<ȣt-anen, Lxchs-Auge, Perlarum, Mn #u,J

5 an.ruqvoilBlev,-ra,c>.yl,nLlch,^'hernach noch kommen:rum. Myrrha-, von Myrrhen : illtemwKranckheiten werden auch folgende i!»«

gerühmt: als liquor aperitivus ü, BUmWiliquor Lithontripticus contpositus,Stein, üquor Ncphriticutmintralis, ditoi,"una is, liquor Stypcicus, scu Ancidyssemeiin,liquor Petlarum, liquor adulcera.

Lira, Lira di Venetia, ein Italiänisches fc,

macht vhngefehriL.Creiittr; vdcr s.tirc»chen einen Kayser-Eiilden. ©in Li ra bat a

Sold),

Lirazza hgt 20. SoMi.

?ire, wird bey den Schweigern W run&eSSut-ter-Faß genennet, welches zwischen MmHöckern veste lieget, und darein siehst Mschütten, alsdenn mit der daran kfiiWai,Hamchabe dasselbige also lange hminidM, |daß es Butter giebet.

Liripipium, eine besondere Haupt-Decke, limZeiten die Priester getragen, daher ßc Cfcripe-pium gcnemict worden, woraus das fachverderbte Wort entstanden.

Lissabon , die Haupt-Stadt in PortWll, iin5eine von den grossen Handels-Etädlen «i»Occano, weiche ihre Flotten, nach stji-ckWest-Indien , nach der CronMrtWlstiselbst imterworffeiien Ländern undMommschickt, sonderlich aber nach Brastlstii,last in

Baya de Ti dos las Santos, voll IMIlWIlfi

reich beladene Schiffe jährlich nach Hufe k-kommt. In Lissabon und JU Pore a ort »(V:den die Bücher geschrieben, und dilMmHgehalten in oiii.c Rees . 1. Tncatc» <ii i 1 «-tugal oder Ur»sadc,hat lO.Rcalettt4co.81O11. Mille Rees hat dnitehalb cinisallo5,ic.x»'stuni,25. Real, oder 1000. Rees , i. Tostu» l)ltIOO. Rees, Und I. Real hat 40. Rees . 1. Pelosoder StückvoiiAchteihalldakaiacomMlisbat 15. Real oder 600. Rees . 1, Vintiu j)(lt 20,Rees, 3. Vinnii haben 60. Rees . 6. VintinjjclB120. Rees, so alle gemüntzte Stücke «m Eilt«sind. Von HamburgwirdperL,ckb°,i«l!gewechselt, wenn es aber geschiehet, so»die Wechsel- Briefe gestellet a ui». lind -.W-nat nach dem daro des Wechsel-Er!»!"

Crusados von 400.Rees. ©)icvaiutaiwreinHamburg ä 47. biß 48. Groot Flämisch, imrger oder mehr, pro Crufedo in Banco schrieben und entrichtet. Dou danm»»'rv wird ebenfalls wenig gewechselt«««solches geschickt,so stellen sie dicVticstglcvuso in OuUdos, ju Ctll$C 47 - a 4 °'Grvvt Flämisch, weniger oder nicht, in »sterdam zu zahlen, mid muß tctscccp»nmHamburg solcher Zahlung haldcr >»»"len, hingegen aber der Pra-Lem-ni odct G»der des Briefes solchen vernegointen«- »-ziehen. Von Hamburg wird zwar au!

Po«, aber von bannen nicht wieder Mi-m«auch nicht »ach Amsterdam : f

von dar, als auch von lstssadon mi BcB »statt, vielfältige Waaren gesandt