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Curieuses und reales Natur-, Kunst-, Berg-, Gewerck- und Handlungs-Lexicon ... / nebst einer ausführlichen Vorrede Herrn Johann Hübners
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1527-1528
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i.?27 Purpiira Putop_

Kaysern und Königen zu tragen gebührte, heu-tiges Tages aber fast allzu gemein werden will,wiewohl der Alten ihr Purpur-Gewand, wel-ches mit dem Blut einer so genannten Pur-pur-Schucckm gefarbct worden, etwas weitschvuers und kostbarcrs, als unser heutiger mither Cochenille gefafbtcfJJurpur soll gewesenseyn; wie denn des Purpurs selbst in den altenSeiten unterschiedliche Couleuren gewesen,mdem die Purpur-Schnecken, die an denFramEschen See-Küsten gefunden wurden, einenschwarhlichen, die Africanischen aber einen Vi-ol-bramicn Safft gegeben. Die gemeidtc Pur-pur-Schnecke aber soll von der Grösse einesEyes seyn, einen langen Schnabel haben, wo-mit sie sich an die Felsen hängen kau, und sollendiejenigen, so sich an dem llser und Felsen be-finden, besser seyn, als die im Meer. Die kost-bare nnd Hochrothe Farbe befindet sich in einerweißlichtcn Ader des Mundes, und so sie derSchnecken soll benommen und brauchbar er-halten werden , so muß dieselbe mit einemSchlag getödtet werden, denn sonst nüi;ct derPurpur nichts. Die Orl-nraiischeu Kayserneuneten sich porpkyrogenieos.weil ihrencu-gebohrne Priutzeu zu erst in Purpur eingewi-ckelt ivurden, daß sie also gleichsam im Purpurgebohrcn waren, wiewohl andere diesen Na-men von dcn Pallasten herführen wollen, weilsolche aus den köstlichen Porphyr-Steinen er-bauet, oder die Wände derselben mit Purpurbekleidet gewesen.

Pmpura, Friese!, ist eine besondere Art der Be-fleckung der Haut init Rothe, und Aufschies-sunq kleiner Blaslein, in Gestalt der Hirse-Körner, wird getheiletindcn weissen Friesel,wenn die Blaslein und Laut nicht so gar rothist, und in den rothen Friese!, wenn grosse Nö-the und Hitze dabei) vorhanden ist.

Purpur-Flecken, s. Macula Volatica.

Purpur-Schnecke, s. Murex.

Purpurine, hcist ein von Mcßing bereitetcsGold,welches vor diesem zu Vergoldung der Caros-sen gebrauchet wurde.

Purulentia, s. Suppuratio.

pus oder k/onchas Eyrer, ist die Materie, wel-che in den Geschwüren gefunden wird. Mantheilet sie in guten, wenn er weder zu dick nochzu dünne, auch weiß, durchaus gleich dick undkeinesweges siinckend ist; und in schlimmenoder bösen, wenn er flüßig, dünn, bleich undstiuckcnd ist. Eigentlich aber ist es ein ver-faultes Geblüt, welches zu einer weissen Ma-teria worden ist.

Putca.s Oxycratum,

puse. f. pauste.

pusül,?u>l>ius,ein kleiner Mensch; ein Pusill-cken, ein kleines Kind.

Puckar-Daum, s. Lapiiclr.

Puüuise, Dlätterlein, sind kleine Geschwülsteauf der Haut, und sehr unterschieden, a!S?u-stulae oris, Blattcklein im Mund, oculorum,in den Augen. Ihr Ursprung kommt aus ei-nem perdorbenen Geblüt her, welches endlichdurch die Haut dringet, und daselbst in Blat-tern ausführet.

kurve. s.r«cor.

Bitternis Pyracem

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Fraiitz. Putorie.it ein %

ob r tm solches W.ejelgen, beliebeHäusern auszuhalten pflegen. EsLeib als wie ein Marder, ist ck.ervielzi§sem yals ist gcschlancker imfc bet SE® wtcc. Die Haare auf feinem M Snl *sch'cdener Lange, cnngesiiibkmems-A.n,andern lang und schwars. Auf dm M,sieher es gemeiniglich als raieciiiftft«der Bauch ist weiß, du- Seiten gchchieNLckel sind gar kury und schivarr, der Cit«ist zicuilich lang, dicke und schwarz. GMa» wüsten Orten, in Wäldern, am 8^der vb« und an den User» berMmsiiNordländern. Es lebet von Stottam*gcln, von Fröschen, von Aschen,nch «wafestem es gar sehr begierig. «in»Leibe gehet ein häßlich stmmnbu EuchSein Fleisch zertheilet, iscnn c§ mWwird.

Pueeeäo, eine Fälllimg, bedeutet tllPhyficisiL-nc Verderbung eines natürlich »traöttEörpcrs, dureh welche die vorige Dispoänonderjenigen Theile, aus welchenerksmi.Äwelche ihm eine formam specificam mihtheilet, gantzlich verändert wird. herrWaus einer vermehrten innerlichen B«»ider subtilchen innerlichen Theils«, dckHdie übrigen mitcr sich E°ivir-e,Emuchen gezwungem werben. ES diemicki«-gentlich das Wort der Fäulnng odernls.NNterschiedliche phaenomena Medici,!®dcrlich aber die Fieber dadurch zu explicte:der gangen Masss des Geblüts aber Sun HBenennung, so lange das Ledcn uchtdp,nicht zukommen.

purressclens, , mv M M»

Scharffe der natürlichen Wärme i»der, und dicselbige vertreibet, bttiM«l 111 'beiffendc Sachen, als wie Arsenicumfa.

putrefacientia.f. Septa.

putrefactio, die Faulung ist, durch «ich!»Mixern!! vermittelst einer feiichtM«»ne eine neue Verniischmig, jerfl-rctiius -uW

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puteefactio Chymica. ist eines dWttUsiiAuflösung, welche geschicht vmm t- -türliche» Fäulung oder AiMeff«5ut)stanez in einer feuchtenWarine. .

putzen bringen, hcifl aufBerguierckcu,««»Keil Erb beysammen lieget. ^

pycnoür, pycnoeica.|. IncraUainia.

pyeios, heiß der Trichter im Gchi-»/M«

Cboana.

welches unmittelbar a» deinDarme hanget.

pynan, s. Areka.

ryosislifj bic Zusammenzichung des Ester-Eeinem gewissen Theil. ß(i. d-

pyraceum, Franeosisch,l'oiree, Teutsch, Lurnm-Moss >!' ^

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