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Curieuses und reales Natur-, Kunst-, Berg-, Gewerck- und Handlungs-Lexicon ... / nebst einer ausführlichen Vorrede Herrn Johann Hübners
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1539-1540
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1539 Quid Quintan-Rennen

Quinte GuocotoS

Quid pro quo, pflegt man in der Medicin zu sa-ge», wenn ohne Verstand eines für das andreverschrieben, oder von den Apotheckcrn gege-ben wird.

Quiddltas, hcist bey den Scbolalllcia so viel alsdas Wesen oder die Essentz einer Sache, siehe

s Oex. Pbilok.

Qulea, s. Ruhe.

t^iincunx. eine Römische Zahl, bedeutet 5. Un-heil ; ingleichen die Figur eines fünffers aufeinem Mürffcl )

Quinquecapsutare Semen, SaMUM mit einer

Lapsul von fünff unterschiedenen Fächern.

Qriinquekblium,»mraplpL«m,FünsbIatt,FÜns«Finger-Braut, dienet für den Bauch-undgüldenen Ader-Fluß, item äusserlich für dieWunden, Zahn-Weh und Mund-Fäule.

Quinta denä ( Quinta dena Tono) ein Registerin den Orgeln, dessen Pfeiffen zwey unterschie-dene Laut von sich geben, weil sie 2. Mündun-gen haben, alsdieOtuntut Solins Gehör lau-,tet, daher cinigenieinc»,es komme dieses Worther von quirlt ad uno oder quinta tenens.Diese Stimme ist an Proportion des Corpo-ris, um ein ziemliches weiter, als die Principalan der Mensur sind, und weil die Missen ge-deckt, eine Octave tieffer, als offene Pfciffen-Werck, gegen ihre Lange zu rechnen. Es sindaber derselben drcyerlcy Arten, die aus einerMenlur, unterschiedlich, nach dem Thon oderFüssen gearbeitet werden. 1) Die grossen Quin-tadeen 16. Fuß Thon; auf dem Manual oderPedal, eine liebliche Stimme, sonderlich Ivcnneine andere dazu genommen wird. 2 ) Quima-deen g. FußThvlI. Ist beym Rück-Poliriv,oderin kleinen Octaven Principal- WerckzumFundament; auch im Pedal zum Choral-Bnßbequem. 3) Quintadeen 4. Fuß Thon. Klei-ner kan man sie nicht wohl machen.

Quinta Kstentia, das füliffte Wesen, die besteKrafft aus einem Ding, so durch die Chymiedaraus gezogen wird.

Quinta«, ein Spanisch und Portttgisisch Gewichtevon 100. bi§ 140. Pfund, hat 4.Robas; eineRoba hat 28. biß z6. Pfund; nehmlich in ver-schiedenen Städten und Ländern.

Quin tan-Rennen/lui n tina.ist ein Adelich Rit-testiches Pr-rcitiuinund bestehet in folgenden.

Es wird nemlich ein halber höleerncr Manngemacht, welcher mitten in der Carriere stehensoll, mit der lincken Hand hält er ein Bret-Spiel, und gehet herum, wann nun der Reuter jbassclbige berühret, so ist der rechte Arm ausgc-;strecket, und pflegt damit dem Reuter, weil er!das Bret-Spie! getroffen, eines in den Rückenzu geben,darum er wohl nach dem lincken Augestechen muß, dann das ist das beste Treffen. DieSänne ist auch mir halb, es werden aber etlicheEtöcker von anderthalb Ellen lang, und etwazwey Finger dick in die Kolbe hinein gestosscn,damit man sie aber desto besser brechen könne,sowerden sie an ein paar Orten etwas über zwergeingesäget, svnstcn möchte man die Hand ver-stauchen. Vorncn a» denStecken wird ein kleinEiicn gesteckt mit Zacken, wird die Brone ge-nannt, dasselbe muß im Gesichte des Faquin*

d.e Stöcke gebrochen »orten, SMd sich wie eine Tobacks-Wisse 7Wenn man sie recht brechm

erstl,chmdemAinanc einen

chen, jv zerspringen sie in viel Splittes^Jnre, herst aufden Saiten-A1r«chii«klareste Saite, die Quinr - Gälte.l'l'mschcn aber ist es die niedrigst-MMweil es meiliens auch die fünfftea» d ZlbcrBerglente, i.e.H°L f

Quint-Fagot, f. Fagot .

Quintihs aipectus oder radius, ist eint M

sthafft, so zwey inDistamidcSM LWsijHimmels von einander stehende Wm«-gen einander haben, also daß sie -. Ä itoIfnmpffe Wmckel mder gönn eines RO«formiren.

Quirapanga, ist ein kleinerwcisscrWK toi»4 Sf«filien in America gehecketM SeineStimme lautet als wie eine EchLOHdermaffen starck, daßinan siekananfrmMMeile in der Runde vernehme».Quilpel-Grein, f.Inlinba.

Quittance, Quittung, oder Loßsxrcch-Mvermöge dessen einer den andern, der ii,n «1Geld oder einer andern Obiigarioa heldck«-bundcn gewesen, von feinet Obiigationlusfii;get, und Zeugniß giebctchaß erseincS ÄMstSwegen nichts mehr pratendiren rociic.

Quitten, Cydanea ., ColoiienmaU , isteiliedehM

Frucht, man machet daraus EMemMivcrgen, brauchet sie auch zur Speise. Keßgur ist theils rund, wie ein Apfel, thMi»licht, wie eine Birne, daher jene AepsclWBirn-Quitten,heiffeu. Es giebt «Ä»«Quitten, deren Frucht viel härten-, Mirzahmen: sie haben iedemiocheimM^i»Geruch. Die Quitten kühlen.aber lieben gern an feuchten Orten.,Quitren-Bast,Quttten-Brod, s. MinCjä»-niorium.

Quitten-Baum, Mulm eßma, istzmerMizahme und wilde. Sie wollen beydea»frischen und feuchten Orte stehen.. .

Quirtiren, los sprechen, eine OuittilT mquittance geben, in welcher einer hemMlsund so viel empfangen zuhaben, und w»zu seyn.

Quittung, s. Quittance.

Quiyen-Bauni, s. Sorbus sylvestris.Quocolos , Franliöslsch, Pierieävelte.TrMGlasstein, ist ein Stein demMariner»ungleich, icdoch ein ivcnig dnrchychtlgch'Mwie ein Kieselstein, undgicbetFeuer-M»«wie ein Flinte»-Stein, sieht "ey laidm'Meer-gninaus, hatAdcr,,,als>vitdfr-.i"idtsche Talck. Wird dieser Stemmgeleget, so verliehet er sc-neii Schmt >>>leichter und auch weiffer; wird>dann da J*endlich recht vcrffärcket,so ivird crMl» -Erwüchset in Toscana, und an vick»EOrten in Italien : wird auch»e» Glas-Hütt en gebraucht.