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Curieuses und reales Natur-, Kunst-, Berg-, Gewerck- und Handlungs-Lexicon ... / nebst einer ausführlichen Vorrede Herrn Johann Hübners
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1551-1552
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,5;i Rand Rapa

Rand, Rein, Marge, Kaie, heist ein Streiffezwischen 2. Ackern, der »»gepflügt bleibt. Esist »erboten, den Rand abzusacken oder abzu-pflügcn; wer solches thut, wird ein Erde-Diebgenennt.

Rand, Randmiister, ein Stückleiu Leder et-wa» i. Zoll breit oder darüber, welches dieSchuhemacher zwischen dieBrand-Svhle unddie andere Sohle am Rand herum legen, daßdie Stiche besser halten und äusserlich ein des-fers Ansehen gebe.

Rang, heist der Unterscheid der Kciegs-Schiffe,nach ihrer Größe und Stärcke. Die vvm er-sten Rang in Franckreich führen 80. biß 120.dieovm andern 60. biß 70. die »om dritten 40.biß so. die vorn vierdten 30. biß 40. die vvmfünfften 20. biß zo. Stücke. In Holland wer-den sie biß zum siebenden Rang unterschieden.

Rang-A«psses wachse» auf der Insul 8. vin-centü in America , darinnen findet sich die Ab-bildung der Dorncn-Crone, Nagel, Hammerund der Geiffel-Säule des Heilandes. DieWanne kreucht längstaufderErdenhin, undwenn sie einen Stecken antrifft, so begiebt siesich an demselben in die Höhe.

Rangifer, s. Remer.

Ranmis , s. Läpp!. Zauber-Trommeln.

Ranunculus Rliacicus, 2 lsiatischer-^anen-Fuß, gehöret mit unterdie schönsten Blumen,von welchen doch die gefüllten vor den einfa-chen den Vorzug haben: theils haben zaserichteWurneln, theils aber knotichtc und wartzigte:sie seynd auch an dem Kraut unterschieden, als |deren eines Rauten- förmig, das andere mitdem Wegtritt, das dritte mit den Petersilien-Blattcrn einige Gleichheit hat. Die Blumensind an der Farbe entweder Gold- gelb, oderlichtroth, Mennig- roth, oder auch Blut- roth,wie auch gautz weiß, davon die.einfachen Blu-men, wann sie sich recht aufgethan, rings demRand herum Purpur-färb eingcfasset sind.Über dieses findet man auch schattirte Arten,sonderlich gelb und roth gestraffte, ingleichenbleich-gelbe mit rothenAdern durchzogen,nichtweniger auch doppelte gefüllte, da eine Blumeaus der andern wächset. Diese Wurveln legeneinige zwar in das Feld, besser aber in Kästenoder Blumen-Töpffe, damit inan sie hin undher tragen könne. Solches Einlegen geschiehetim Septembr. tmd zwar drey Tage vor demVollmond. Unter so viclerley Arten des Ha-nen-Fuffes sind folgende zur Artzcney am ge-;bräuchlichstcn, al£ Ranunculus luteusmacu- Ilatiis acris . der scharffe Wicsen-Hanen-Fuß,!Spinnen-Wnrpel, und Ranunculus minorbuibosus, wird auch auf den Wiesen gefunden.Ranunculus palustrisfoliosagittato, siehe 8a-gitta.

Ranr.ion, I'6)C=@c(b, Lytruin, Rmtm, heist i)das Geld, womit ein Sclave oder Kriegs-Ge-sangcner erledigt wird; 2) das Geld, womiteine feindliche Plünderung oder gedrohterBrand abgekaufft wird, welches man gemei-niglich DrandschayunA nennet.

Rapa, Rüben, sind entweder zahme, 8anv-x,oder wilde, Syivestres: Die zahme» find wie-derum entweder runde Wasser-Rüben, roruu-

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Ken n»! gebraucksiichstcn, mchc» W 2Blehungm, die Suppe da»o»

Heiserkeit, Husten, sckarffe EM. L«dcr Kuider von Mitessern AeuffeAt«sie für erfrorne yände undbrannte Wasser von dcr Blüte i}Äkurzen Athem. DerRüben-Saa.m» Mund trucke», die rv'he Wureel akt f"(Sfeucht. Rüben Rerffel, s. weiter »»tk».

Raps, ein Raub-Fisch, i rapacitateflfo«.nannt, dahcro er auch (lorvua lluvi-iüis

>kem 6ap,r» fluviattiis rapar &r,

wird. Man findet und fanget st,ib «der Oder. ^

Rapüaniilrum , s. Meer-Rettlg wilder.Rapkanus, Rettig, f.RettiA.

Rapdanus rulticanus, s. Meer-Retti».P.apiftrum , f, «Aederich.

Rappe, ist ein Pferd von schwacher Mspfeud,

Rappe, heist auch eine kleine Maxe in kmFreybnrgischen und Baßlischen DM t«»,

10. einen Baken machen. Lee Gegend,«,«geschlagen werden, wird der Zdezirck d«Rappcn-rNünye genannt, undgiebt ctieiselbst Rappen-Pfennige, Rappen L->W,und Rappen-Thaler. Sie solle,, dMchmen von dein Raben, als dem FrqdaM,Stodt-Wapen, wo sie zu erstgepchtMi»,bekommen haben.

Rappier, Rieurer, womit aufbmssecWk»gefochten wird. Es ist durchaus sastgleMckund breit, und hat an statt der Spill«ledernen Ballen. ES wird eingetheilt irtiiGriff, den Rnopff, das Stlchblat, ULreuy, die Rlinge, und den Dali. SieKlinge wird in 4. Theile getheilt; Stwitoerste, zu nächst an dem Gefäffe, dieSt-rcke,der andere die halbe Stärcke, derbrittri«halbe Schwache, und die Will dilSchwäche genennet wird.

Rapcus. heist eigentlich ein Raub. Mlii, hechteinen raprum, hat einen Schwärm,oder umSparren zu viel, wird von einemschgetchlnicht gar zu gcscheide ist.

Rapuncuius horreniis, s. Sifaruffl.Raqoete, s.Rachete.Narekacieokia.seyndsvlche Mittel,welche«

eine gemäßigte Hipe die Dünste aMch«,und die Schweiß-Locher erweitern.Raritäten, sind ungcmcine Dinge, derglcMin den Kunst-Kammem, auS den dreyen wchcn der Natur, aufbehalten und 8»P

werden. ... ...

Ramm, heist in kbxgcis ein solcher Eorpeciku

mit grossen und vielen p° begabt,mE»viel von fremder Matcria hassten ka». Mwird auch Ri-r rarns genannt, wamikmeMMenge des ersten Elements tn derM !finden. Ein Schwamm w,ro dariimgenannt, weil er viel Wasser- «henk».RaretaÄio heist auch die EriseckmESchweiß-Löcher. Es wirdd'c,e»L'°Eberheit gebraucht von dem Geblüt, n» ..

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