>579 Renn-Eisen Renn-Spindel
Renn-Eise», ist eine Gruben-Kratze mit einemlangen Stiel, damit die Schmcltz -Oefen vonOfen-Brüchen gereiniget werde».
Rennen, auf der Reit-Schule, nach dem Ringoder einem andern Ziel mit der Lantze, Degen,u. d. g. lauffen. Ein Rennen heisset, wenn dieReihe aller derer, so zu dem Exercitio gehören,herum f online». Und dieses wird auch bey demScheibenschiessen also gesagt, da wenigstensdrey Rennen, bißweilen auch mehr gethan wer-den müssen, ehe man zum Stechen kömmt.Wer nicht durch alle Rennen einen Treffer hat,kömmt nicht zum Stechen.
Renn-Schiff, Ceiox , Courvette , hei st ein lan-ges leichtes Fahrzeug, das nur einen Mast, undei» klein Topseegel führet, «nd niit Seegelnund Rudern getrieben wird. Sie werden zuKundschafften und Postrcisen gebraucht.
Renn' Spindel, istein ingeniens- ersonnenesWerckzeug der Schlösser und einiger andererHandwerckcr, einen motum reciprocum durchblosses Niederdrücken zu prästiren. Sie be-steheti» einem geraden CtzlindrischeiiStäng-lein,in beliebiger Starckc oder Dicke, oben miteinem Oehre durchbrochen, unten in her ->xiaufwärts gebühret, oder vicreckigt hol, um al-lerhand Bohrer darein stecken zu können. Bes-ser aufwärts hat sie einen viereckigten Absatz,in welchen ein bleuem-eisern-oder metallinerWirtel oder Kugel gestecketwird, voinmglci-chcr Grösse und Gewicht, iedvch der Grösse derSpindel gemäß. Wann nun diese Spindel infituverticaii concipiert worden, so wird obenher darauf applicirct ein bortrontales Holn,just in derMitten quer durchgebohret, als einvectis ambitlexter seu Geminus, welchen
man auch füglich den Läuffex nennen tönte,des-sen hypomuchlion in seinen beyden exrreini-racibus ein in denselben angcknüpfftcr linddurch das oberste Oehr der Spindel gezogenerRiemen abgiebet, welcher nicht streng angezo-gen, sondern gantz schlapp seyn muß, daß er mitdem die Rastn präsentirende» Läuffer einentErianguliim iecpuicrtitutn, dessen vettexindem bemcldten Oehre ist, abgebe. Dieser Läuf-fer wird mit der Hand des Künstlers allzeit nie-dergedrücket, oder an der Stange herunter ge-zogen, dabey denn ex ckaric,-zu erkennen, daßdiegrösteDistantz vom Hypomociuio , diesesvectis geminati sey in der ax> der Spindel,unddaß seine Krafft nach seiner Halden Länge ästi-mirct, und des Künstlers Hand inderMittenappliciretwerden müsse. Wenn nun die Spin-del unigedrehet wirh, es sey auf welche Seitees wolle, so Wickeltuch der (zwey lsypotbenu-sis vorstellende) Riemen Schrauben-weisenach einer einfachen virection auf, wodurchder Läuffer über sich steiget, biß er durch dieGeometrische Ptoposition, welche prasepeastnörum gcneunct wird, weiter nichtkommenkan; hierauf wird er durch die Hand des Künst-lers niedergedrücket, und ziehet die SpindelMit Gewalt und Geschwindigkeit in contra-riam piagani, dadurch der an ihr hafftendeWirbel als ein Kori^onraies Schwing-Raddie Überwöge bekom>nt,ui!d cessanre mom desMiffers die Spindel svpttteibet, haß sie nach
Ren nthier Replik«
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dieser Direaion die ledernewieder aufwickelt biß zum p«sc p „sj”undrugleich den Läuffersolcher Bewegung; dabey denn aJobteruiwn, M, ic lang« besagtesesmb, te offter sie tonnen «inoeroicfett mtr-fcen,unb ie geschwinder und offtermchsiiSpindel mit dem Bohrer umtauften Mist*rem ic breiter und schwerer mchderW«ie »arcker wird sein Schwung und tetrodi«.'ctiv fetjn _ Da mir nun solchergeßalt crfemten,daß brachium longms biß zum Hypomochliosey von der axi der Spilidel anzurechiic,den RypomacbiiisdesRiemrilS, ssfrGW,wo das Rracbinm Lieviur scy, Kesp. uj g ^axi der Spindel biß zu ihrer soperiicie, i e .bet' semidtameter dttSpindel, ITOiefc
mal zu erkennen, daß, ie dünner dick TM,iestäkckerseydiekorcs, oder, wicsichdcevir.mer-r der.Spindel verhalte zur MkMPdesLauffers, also sey recipröce dieKlWikHand gegen der Krafft, Wirckung obee temNachdruck der Spindel. Endlich, ,e liähcrdccRiemen durch die Aufwicklung zum fccrii®taten situ kommt, ie mehr wirckt die Lcchder Hände, worails billig die eiitseulich greffeKrafft zu verwundern, welche durch sckgc-ringe, ja unempsindliche sarc-diesem Mumentimprinürctwird.
Rennthier, s. Reiner.
Rente», jährliches Einkommen odek Zuif»Leib - Renken, werden diejenigen EinstOkgenüunt, welche ein Eigenthums-Hm»einem andern Lebenslang geiiiessch dsgczmaber diesem sein Capital ober Pcrnicpuichseinem Tode heimfällig verschreibet uiid >Ä 7 -giebet.
Rentenier, heist derjenige, der von skünfften oder den Zinsen seines Capitals lcknkan. , . , r ,
Renuntiation, \3ct"id)t, ist eine ipflllMV 5 ''
durch einer bezeugt, daß er seinem Rechte, «l-ches er hat oder zu haben vermeyiit, absage, msich deffen begeben haben wolle. Sie geschicktentweder gerichtlich, oder vot' einem Kotauound Zeugen. ■ t „
Repartir, heist,ein Pferd zum andern oder dwmmahl ivieder nach der Hand iveglauffen l«W,Repellens, RepeUentia, zurücktreibendeWvneycn, sind alle Kühlungen, wenn man in hin-gen Kranckheiten imblnflammatiombusc.ltEiltzüudmigen kalte und kühlende Sachen«-leget, alsdenii treibet mandieKranckheltiiiik
RepercuTo, die Zurückschlagung der EennauStrahlen aus einem Spiegel oder andern plirten Geschirr.
Repetiren heist bep den Orgelmachemchir «-fett zu etlichen mahlen in einein Sn» ™Gtaves wiedexhohlen, als von einem b orer'zum andern,und t|f einerley. Dccmegendcndie Mixturen und Cvmbeln zumsich selbst allein nicht könne,, geb-auchctW^
^eosciciottiL Lißnum, Da Capo, i|s l!I ÖL
ctu besonder Zeichen, baß eine Mmgeiice.füllsollwiederhohlet ivcrden. w
jiepitca, eine Gegen-Antwozt, M