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Curieuses und reales Natur-, Kunst-, Berg-, Gewerck- und Handlungs-Lexicon ... / nebst einer ausführlichen Vorrede Herrn Johann Hübners
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1599-1600
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> 5 ?y Rigatteria Rindern

oder mehr, in i-pecic-, nichrentheils aber mitCour. Geld» »ebcnft 18 . pro Lcmum Lagio, we-niger oder mehr, per Oaffayecgnnat; dortenbefahlen sie alle Wechsel - Briefe in species,welches Albcrts-und Treuy-Thaler sind. DieRigerKauffleute traßiren auf Lübeck,inReichs -thaler d> nancs in Hamburg zu zahlen, undmuß Lübeck zu solcher Bezahlung in Hamburg Ordre stellen. Siehe mehrers unter Ltef-land-sche Waaren und Handlung.

Rigatte-ria, f. Fripperie.

Rigor, heist eine Erschütterung aller an demmenschlichen Leibe sich besindenden Musculen,die mit einer starckenErkaltung vergesellschaff-tetisi.

Rilpsen, s. RuSario.

Rimesse, helft bey den Kauffleuten eine Uberma-chung der Gelder per Wechsel, s. Wechsel oderRemisen.

Rinek oder Rincken, ift ein cirfularirer infleetir-ter Cylindrus oder Prisma, dessen Genesin manbcgreiffen tönte, wenn ein rundes Scheibleinals ein Pfennig, oder ein ander eckigtes Matt-lein an einen Circul-Fuß beveftiget, mit dem-selben Heruni gelührct würde, so daß der cör-pcrliche Inhalt desselben ohngefehr seyn föntedas productum besagten Scheid-oder Matt-

leins , tanquam superficiei deferibencis, undder l-me-e Cmcuiari? ab illiu; Centro deseri-pc-e. Ausser diesen bedeutet auch Rinck, ein be-sonders Beschlag mancherley Sachen an ihrenaufferlichen extremitate», um solche dadurchvor dem Aufspringen zu bewahren, als da sindder Rinck am Mcsscr-Hafft, it. um einen liess >einzurammelnden Pfahl, welcher durch dieRamme einen gewaltigen Schlag auszustehenhat, und dergleichen inehr.

Rind, heist ein junger Ochse, der noch nicht zurArbeit abgerichtet. Unter dem Rind-Victiaber wird die gam;e Zucht von Ochsen, Kühen,Kälbern verstanden.

Rinden, tonkes, lassen sich eintheilen in Rinden,Schalen oder Schelffen von den Früchten,undin Rinden von den Bäumen und Wurtzeln.Jene seiind Cortices Aurantiorum, Pomeran-ken-Scbalen, Castanearum, Castanien-Scha-leil, Citri, Citronen-Schalen, Lydoniorum,Quittett-Schalen. Giandium, CupuiL glan-diurn, Eichen-Hütlein, Oranarorum. Granat-Aepfel-RindenHuglandibviridis, grüne Nuß-Schalen, Laari, Lorbeer-Schalen, Limonum,Limonien-Rinden. Von den Daumen undWurtzeln hat man Cortices Acaciz-, PeuPruniSylvestria, Schleh-Dorn-Rmde, RaJic. Cap-par. Caper-Rinde, CastiT Fistula:, Caßien-Schalen, Ebuli radicum inccriarum, Mittel-rinde von Attich, Franguia, AlniNigra, Faul-baUM-Rindeil, Fraxini, Efchen-Rindcn, »ua-jaci, die Rinde vorn Frantzosen-Baum, Rad.Mandragora, AlraUN-Rillde, Qt^rcus, Ei-cheil-Rinde, Sambuci ex frutice & radice, mitt-lere Hvlder-Rinde, Tamavisci, Tamarisken-Rinde, 1 'bymiamitis, Ehurir, Wevrauch-Rinde, rill- , die Rinde von Liudcn-Baum.

Rindern sagt man von der Kuh, wenn sie sichnach den Ochsen sehnet.

Rinds-Blut

Ring-Rennn,

Ring-Amsel, ein Geschlecht der AM, ^nein Essen Ringe um den Hals. 2

Ringel-Blumen,

nbus, wachset aus dem Saamen, Ml-dn i»Monat Marti», beyvollem Ach j752feistes Erdreichi gesietwird,kLNausge,a!Ienc>i Saamen uberflnfig hmeyUjliebet einen sviunchten Ort, M»cy ttocfewWetterfle.ß.g begossen seyn, giebt HZreiffen Saamen, und vergehctgcgcudmLder, wie auch die Calendula r. plcno,

Nische Ringel-Blumen. Calendulahuroilis

Afncana störe intusalbo, foris violaceo

piici, wird ebenfalls jährlich aus S»kWzogen, der «n April, bey vollem Licht,irm«tes Erdreich gcfaetwird, erfordertwen soiiiiichten Ort, will auch beytiM«Sommer offtcrö begossen seyn, giebt «ch,rriluinen, welche be» gutem roaemen Well«und Sonnenschein sich öffnen, bey kalt«» tut. unfreundlichen Wetter aber sich schlichiubso daß die innerste Seite der MinnenKMwelches gegen bet* Nacht ebenfalls zu gesWPfleget, wie man den» auch aiigeinerckchb«wenn den Tag über kein gutes Wetter z« inwarten, die Blumen des MorgenssiehMöffnen, sondern also geschlossen bleibe». E»sten geben sie jährlich reiffen Saaiuc», l»men auch von ausgefallenen Saamen auf, Hfchenziemlich lang, und vergehen Mit«Winter, s Caltha.

Ringel-Tauben, s Tauben.

Rmg-Rennen, ein adeliches und riwWExercitium, so an statt der alten ZiitwMifgekommen, als bey welchen allzmeilM'lichkeit war, wenn einer ungesiöni «s tem 1Sattel gehoben, und ihin Arm »ab Went-zwe» geschlagen wurde. Ein Lmlier, wel-cher nach dem Ring rennet, soll, wenn«»idie Lantze zur Hand nimmt, solche iwas an das rechte Knie lchiicn, dieEs«.nach des Pferdes linckcn Ohr schrenckii, m -guter grace wegen, de» rechten ElleMMrwas lüfften, und so biß zu der v«ite rat»wenn sich alsdcnn das Pferd in denMV

pet, und die tevee angehen soll, so hebet ktt»

Arm etwas mehr in die Höhe, und drehet «Lantze mit einer kleine» t°nr depoipn« mum, hält auch denselbigensolang mdks-*biß das Pferd auf die Linie kommt, °l»muß er, wiewohl allgemach, cmlegcm«gantz sacht die Lantze von oben herab sim >sen, sind zusehen , ob er den R'ng mst h »«stechen kan. Hat er ihn denn bek°m »°°nicht, so löst er den Arm mit «am der»abcrmahlsincken, und hebt tb» tkW >»Parade wieder in dieHche, und

Stelle, und dieses neiinet man die erlief'oder I-evee simple avec un temps- zi

dcrc wird um besserer grace wulmul^tempo gemacht, alserylich, mez k'le premier rempa. ei,! wenig IN dieW- .nach last man die Lannekoimnt hernach erle wieder m l ( yeben mit einer solchen Lour, wie«

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