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Curieuses und reales Natur-, Kunst-, Berg-, Gewerck- und Handlungs-Lexicon ... / nebst einer ausführlichen Vorrede Herrn Johann Hübners
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1645-1646
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Sahne Sangniffcatio

und so dann durch viclerley Src-kimn eint* immer»» enger ist, als das an-tmbiß iwankigmahl durchgeschlagen; oder estadi der Sand weiß, wird aus Eycrschalenckmk, midaufgleich ietzoerzehlteArt,wleikttsthe Sand zugerichtet. Das Zum undUlwird ebenfalls in einen Sa-,d gebracht,wMamit die Glaser, die Stunden richtig an-lilfc davon angefüllet. Die Gehäuse zutsn Hren sind gemeiniglich von Holy oderWng gemacht, und hat man einige von derWm Art, welche man verdrehen kan, umftigejicheriind unzerbrochen, in dein Schub-lilzatragen. Man inachet auch, sonderlich zuWn Uhren die Gehäuse von Elfenbein, oderich wohl gar von Silber, welche öffters mitKitzen Steinen versetzet werden. Wannn» alles,Gläser,Saud und Gehäuse zurHondMaßet worden, so werden die Uhren auf fol-pteArt iiisaminen gerichtet. Das eine Glas«dmitSandangefülletchasmeßingeneVlat-Mlmufgclegt, mit einer Nadel oder Ahlen m köchlein darein gemacht, das andere Glasdra»fgeseset,und mitPech verhüttet,alsdannsend man die Uhren, so man aus solche Weise«iWgch zusammen, stellet sie alle gleich aufiiiid wendet die Eich-Uhr öm, wann nun diesewtzelauffen, werden die Neuen aste umgele-get, beym Licht wieder aufgemacht, und wasiiichtNsgrlMffen, heraus geschüttet, alsdennnchnahlenzuaepicht,mit Faden umwunden,mdiii die Gehäuse gcsetzet.

8»hnes. Rohin.

SmfuGebiirg,heiß bey den Bergleuten, wenndeBerge nicht astzii steil anlauffen.

Sujuificatio, Hsematosis, die BlutMachuNg,Miehctnach Lartboiini Lehre also: WennlkrimMaMwvhl gekochte Chyius von darmbiedünnen Darme gegangen, so wird er da-IWgereimset und vollkommen gemacht, der«»taugliche Theil oder die keces aber gehenW den dicken Darinen; den 6K>tum aberlikhen die daselbst befindlichen Milch-Adernmhtz, und zerstreuen ihn durch die Därme,Minne» geschiehet noch eine andere nöthigeS? 9 ' um dadurch von ihnen den Aiifang^ zu erlangen, worzu die mitgetheilte«Oder Leber in einer daselbst befindlichen«ziemlich hilfft, und dieses ist der rechteÄ^ te £ Chyhls - Von dar geht er nachz?.^^-SafftsGrüslein, durch welcherM!ie der vollkoinmene LKyins zwischen derK^aHils-Ader und den Gewcrb-Beincn,I Heryen geführet wird, von dar"Mruhm'ig desselben noch höher hin-Mset, und sich mit unterschiedlichen Ae-stnck r Schlüsscl-Beins-Adcr ein-Ader mit einer starckenLMn ch um zu verhindern, daß derweiter über sich steigen, son-Stamnies der Hol-AdcrLT warts gehe«, und in d-c rechte

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, J pw Ä? o!^ e Krafft in Blut? 1C p "hte Hern-Kam-ankommende Geblü-sechzet,und erweitert, welches Blut

_ Ganguinalis Sanicula 1646

durch gedachte Aderu der rechten Hertz-Kam-mer hauffig zufließet, und durch bie linckeHcry - Kamincr wird das gleichsam siedendeBlut durch die von der Lungen überkommendet'usst gcmaßigct, und etwas abgekühlet. Nach-dem aber dieses geschehen, wird es ferner durchdie arteriam pnlmonalem nach der Lungen

geführet, von dar es durch die venam puimo-riaieiTa wieder zurück II! die lincke Hertz-Kam-mer kommet, daselbst vollends ausgearbeitet,und per arteriam magnam zu allen Theilendes Leibes hingebracht ioird.

Sanguinalis Lapis s. 2Miit;0> teilt.

Sanguineiis, Blutreich,wird von den Theilengesagct, von welchen man, daß sie aus Blutbestünden,zuvorgeglaubct. Jeyo wird derje-nige hierunter verstanden, der viel Geblüt hat,lind gleichsam am Blute reich ist, dergleichenLeute ei» weiches stüßigcs, gangbares, dabeyaber auch hitziges und munteres Geblüt haben,daher immerlustig und ohne Sorgen, und zurGeilheitund Wollust sehr geneigt seynd. IhrTemperament istwarin und feucht, wird un-ter den Elementen von der Lufftbcherrschct,und die Chymici eignen denselben den Mercu-rium bey. Sonst wird auch die rechte Hertz-Kammer unter demWvrt scngumeus verstan-den. weil selbige vermittelst des rechten Her«:-OehrleinschasauSder Hol-Ader zurück flies-sende Blut aufnimmt, und wieder durch dieLu»gcn-Puls-Adcr i» die Lunge vertheilet.

Sanguinis maffa, bestehet aus 4. humoribus oderFeuchtigkeiten, als dem Blut selbst, bui.derGast,puruica der wäffcrichtenMatcriain demGeblüt, und dann in Melancholia, vdcrschwache» Mclancholey.

Sanguis , das Blut ist ein rother vortrefflicherSafft, bestehend aus dem Fließ -Wasser und ei-gentlich so genannteii Blut, in welchem derLebens - Geist seinen Sitz hat. Das Blut istausser dein Hertzen entweder in den Puls--Aderiz, oder auch in den Blnt-Adern. Jenesist dünner, wärmer und röther, dieses aber istdicker, kalter und blässer. So man das Blutdurch die veilulic-Kimst auflöset, ziehet manaus selbigem einen flüchtigen Spiritum, dersehr penetrant ist. s.Lruor.

Sanguis Draconum, 3Dfsld)Ctt; 2Mut , ist einwohlbekanntes !6ummi, so zum Mahlen undLacciren gebraucht wird, ist unterschiedlicherGattung,die doch alle von eineinGewächs kom-men. Aus dem ersten machcn sic gar ein feineslauteres Drachen-Blut, welches man in Scho-ten bindet, hernach machen sie ein etwas gerin-gers,jedoch reinecs4>Ler deni ersten nicht gleich.Der Baum, von welchem dieses Gummi kom-met, soll eine Frucht tragen, als bey uns dieKirsch-Danme.roth Laub haben, und hauffigauf der InsnlMabagascarzu finden seyn.

Sanguis zaiamanUrse.hMbeydeiiEhymisteil bCCrothe Spiritus, oder das Del vom Salpeter.

Sanguisorba f. Pimpinelia.

8anguilugas.Blur-Egel>

Sanicula alpina lut eaf.Auticulaursi.

Sanicula Ferraria, Sarttcfel, Dvuch-'Kvaur,

wächst aufden Bergen, in Thälern und schat-tigkc» Wäldern, an fett und feuchten Orten.

Sff 4 so«