2«97
Wind-Ktille Wischer
«•Stille» entstehet recht unter dem\lame, und nahe dabey, Mischen Africamit America, absonderlich im April, Ma,ouit 6 jimic. Solche Maiacia aber ist den SchiffekkÄen sehr verdrüßlich, Massen sie deßwegenNmentheils eine» gantzen Monat bey, undMerdec Einte zubringen müssen, wofern nicht,nieiic wohl mmschen, ein StuciNivind emfal-Ut Sie meiden aber wegen dieser Wmd-Sti!-IcbaS SiiinestscheUfer, den» es haben daselbstchiihk Schiffe wohl drey gcmtze Monat still l,e-jlimäffcn, ehe sie von dannen mitten auf dieSee Mieder habe» gelangen mögen. Hintertiellckch dieser Seltsamkeit hat man eigent-lich mchtgelangcn können, die Naturkündigeraber halten dafür, daß dieser Orten vielmahls«schiedene eontraire Winde gegen einanderflüMm, davon keiner dem andern, weil siegleich ßarck blasen, weichen will, und solcherWcksthcinees, als wehe kein Wind, und dieSchistköiinen nicht von der Stelle kommen.
Wiadslicdt, f.Tympamas,
Wind-Wage, ist ein gewisses Instrument derLkgelmacher, durch welches fte in einem Or-gelmcke 6 ic Starcke und Beschaffenheit desWindes erfahren können. Es wird diesesMmeiit mit Wasser angefüllt, in dasselbe«»gläsernes Röhrgen, etwa 8 . oder ro. Zolllang gesteckct, eine andere Röhre aber, so ausdemInsmunent auf der Seite gehet, an einenCanal in der Orgel appliciret. Wenn nunmitdcnBlasebalgen Wind gegeben wird, stei-get das Wasser in der gläsernen Röhre in diehohe, unb werde» dadurch nach einem ange-knettm Maas-Stäbgen die Grade des Win-desäckimt.
DwdWagen, war eine Erfindung GrafMori-keiiSvon Nassau, oder vielmehr desberühmtenill-lb-mauci. Simonis Stevini, und war ein sol-cher Wagen, der wohl seine Räder und anderezu einem Wagen gehörige Stücke hatte, aber«eben mit einem Segel versehen war, wel-chesdeiiWind aufsteng, und von einer gewis-sen Person, so die Stelle des Kutschers verwal-tete, gleich als auf dem Wasser regieret wurde.Ler Wagcn war an sich selber so groß, daß 2«.Stoven darinnen Raum zu sitzen hatten, undgimg doch auf dein stachen Felde so schnell fort,W man innerhalb zwey Stunden auf demsel-benl merzchnHollandische Meilen auf dcr Ebe-nefahm, können.
Wind-Zeiger, s. Anemoscopium.
Wmv,H}ms,Br«ma, ist dieIahrs-Zeit, welchebey uns io lang wahret, als die Sonne in demZWiiidesSteiiibocks, Wassermanns und derWcpe laustet, und insgemein am wenigstenWwme uns mittheilet.
»Mergrim, f.Pyrola.
vefle, s. Nasturtium hyemale.
Wfntecitltonrtt, s November.
^e""°".heist derjenige, derei-»enMMberg zuwarten und wohl zu bestellen
d/^!,üc'^Ecn,Pfählen,anbinden, beschnei-den,ablegen, K.
sm?' £ l ’ aut ' s- Ast fag*lus.
Ecker, ,.Wurcker.
Mispel Wohlriechender Aland ray?
Wischer, oder Wischkolben, in der Artillerie-bedeutet einen hölßernen und mit Leder überzo-genen Cylinder, samt einer daran gemachte»Stange, wird gebraucht, das Stuck, nachdemes losgcdrannt worden, damit auszuwischen, s.Math. Lex.
Mispel,ist ein Korn-und Getrayde-Maas, imSächsischen , Brandeiiburgischen und andernangräntzenden Ländern, und hält 2. Malteroder ag.Scheffel. Zu Braunschiveig und Zel-le hat ein Mispel 4. Scheffel. Zu Hamburg halt i.Wispel-o. Scheffel, z.Wispel aber ma-chen eine Last.
Wistsenscdafft, Sciencia, wird entweder über-haupt, vor eine iede Erkanntniß, oder, in en-gern Verstände, bloß vor eine gründliche uudganv gewisse Erkanntniß genommen. Auf dieletztere Art wird sie der Opinion oder Mey-nung und Wahrscheinlichkeit entgegen gesetzt, s.Lex. Phii.
WlßMUth, Flumbumcimrmm, ist ei»e Berg-Akt,so fast wieSilber oder Aschen-sarbig Bley aus-siehet, und bey Licht kan geschmolken werden.Er soll zu Schliecberg am ersten gebrochen ha-be», und ausser Engelland, nirgend anders inEuropa , alsaufdem Sudödischen Gedürge ge-funden werden. Die Bergleute pflegen es desErtzeS Dach zu nemien, iveil gerne Silber her-nach bricht. Die Kaimengicffer icren ihn un-ter Zinn, wenn sie gehämmerte Schüsseln oderTeller machen, denn die Geschirre werden da-von härter oder stärcker,und geben eincnKIangvon sich. Sonst braucht man eszuMäylä»-discher Arbeit, welche man Cvnterfey nennet,und der Buchdrucker ihre Buchstaben werdendaraus, mitSpieß-Glaß vermenget, gegossen.Am meisten aber wird er zum färben gebraucht,denn man brennet eine schöne blaue Farbe ausWißmuth-Graupen, welche die TüpfferSaff-
ra» nennen, s.otarca/ic.
Witterung, ist in den Bergwercken erstlich derDampff, so unterweilen, und sonderlich wennes geregnet hat, von reichen Gangen zu Tageausziehet, und wie ein Feuer scheinet. WelcheWitterung wieder eingetheilet wird in die Ein-und Aus-Ober-Unter-und Beywittening, da-von ßasiiius ein berühmter Phiiosopbus, in sei-nem Tractat von Bcrgwercken im 15. Cap. mitmehrern handelt. Zum andern wird sie auchfür die natürliche und unterirdische Hitze ge-nommen, so dieErl-ezuihrer.Vollkvmmenheitbringet, und wenn sie solche darzu gebracht,auch wiederum aufzehret.
Witterung, ist bey den Jägern die Ausdünstungder milden Thiere, welche von den Spur-Hun-den wahrgenommen werden.
Wittlmm, s. Donatio propter nuptias.
wobdas, s. Lappländische Zauber - Trom-meln.
Woche, heist eine Zeit von 7. Lagen; deren sindin einem Jahre, samt noch einem Tag undStunden 49.Minuten drilbec.
Woche; aufdieWoche tragen, heist in Halleso viel, als, Sole auf Vorrath in die Kothr tra-gen, welches oder ausser Verordnung des Saltz-gräfens und der Ober-Bornmeister nicht ge-schehen darff.
Uuu; Wchl-