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De electione gratiae, von der Gnaden-Wahl oder von dem Willen Gottes über die Menschen : das ist, eine kurtze Erklärung und Einführung des höchsten Grundes, wie der Mensch zu göttlicher Erkentniss gelangen möge : auch wie die Sprüche H. Schrift zu verstehen sind, welche vom gefallenen verderbten Adam, und dann von der neuen Wiedergeburt aus Christo handeln / geschrieben nach göttlicher Erleuchtung von Jacob Böhmen im Jahr 1623; vollendet den 8. Febr.
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z6 XV. Von der Cap.4.

gut untereinander im Streite, zu dem Ende also worden, daßsich die inneren, geistlichen Kräften durch die streitende Sc>-entz, in creatürliche Formen und Geburten einführten, daßdie Göttliche Weisheit, in Wundern der Formungen,mancherley Leben offenbar würde: denn in der Temperaturmag keine Crcatur geboren werden, denn sie ist der EinigtGOlt, aber im Ausgange der Scientz des Einigen Willens-indeme Er sich in Particular scheidet, so mag eine Creatur, a"ein Bilde des geformte« Wortes, urstanden.

Das 4. Capitel.

Vom Urftande der Lrestkon.

Summarien.

Ermahnung an den Leser. §. 1.2. Die Creation stehet im Morstxd) GOttes.z. Die ewigen Creaturen urständen in dem Einige»Willen: die Zeitlichen in dem ausgesprochenem Wort. q,D»z Principia geben auch drcyerley heben. 6 . Da der Einige Wille, sich >»die Orcyhcit einführend, zwar kein Principium ist; 7. aber in der Zarsung des Wortes, als in der Fener-Wurtzel, urständet das 1 Principum. 8 . Das 2. Principium verstehet man in Scheidung des Lichts vor«Feuer, als Zorn und Liebe. 9. Das;. Principium wird in den 7 TaSs-'Werckcn verstanden, >o. welches Wesen GOtt aus beyden inneresWelten ins Wort gefastet, und dieses ist die äussere Welt, 11-iz. vo<»Verba Fiati» ein grcistiches Wesen, in einer lebendigen und wachst^den Eigenschaft, ausgesprochen. 14. Aus diesem Mysteriv ist das Mdes Worts offenbar worden, 15. als Himmel, Feuer und hust. (Mcs-1:1.) >6. Der Himmel ist dieOber-Welt mit den 4 Elementen; u»«dieses Geistliche Wesen hat von sich ausgestvssen die Erde. ibid. GOtts'sprechende Wvrt ist die Gcistl Welt, nach Liebe und Zorn; und doch"'GOtt nicht bös, sondern nur in Sclbheit der Creatnr. 17. Hat sich an"der gantzc GOtt nach allen Welten in die Zeit ausgesprochen, <8. u»'stehet die äussere Welt mit ihren Heeren in einem Uhrwerck: 19. daEngel aber sind aus beyden Feuern, 20.21. und werden Feuer- u»»Licht-Flammen geneiinct. 22. Ihre Substantz ist eine Infaffung brsewigen Natur, 2z. haben 7 Fürstliche Regimente und z Hierarchie»'24. und wohnen im Temperament. Ihr Grund ist GOkteS einigst""Wille; und haben freyen Wille», sich ins 1. oder 2. Principium zu we»'den, wie GOtt selber. 25.26. Die >. Hierarchia stehet in des Vater"Eigenschaft, als in der Feuecs-Tinctur; 27. die r. in der Licht-FeuersLinctur, nach des Sohns Eigenschaft; ibid. und die z. stehet in de"Natur Selbhcit nach dem Centro der Finsterniß, darein sich Lucifer g^wendet, und stehet mit im Loco dieser Welt im Regiment; ibid. bild":sich auch wol in etliche Gewächse und unfixe Metallen mit ein. 28. D>°Reich der Phantasey vffendarete Lucifer mit eigenem Wollen in sei»*'Erea^ur. 29. Dann GOttesZorn vffenbarete sich i» diesen Geister»und suhretr ihren Willen in die Phantasey,;«. da sich Lucifer von d"'

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