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§. 1. Beschreibung des Apparates.
Grunde entschlofs ich mich, alle Messungen unter der Oberfläche einerFlüssigkeit yorzunehmen; denn diese bringt eine, ohne Vergleich viel stär-kere Ausgleichung der Wärme hervor, als die umgebende Luft und dieStrahlung. Alle in Betracht kommende Theile, sowohl die zu vergleichen-den Maafse, als auch die zu ihrer Vergleichung dienenden Einrichtungen,befinden sich daher fortwährend unter Weingeist. Taf. I Fig. 1 zeigt, aufdem 8 Zoll starken Balken von Mahagoniholz, welcher alles dieses trägt,einen aus Glastafeln zusammengesetzten Kasten, welcher, während der Ver-suche, so hoch mit Weingeist gefüllt ist, dafs alles darin enthaltene sichhinreichend tief unter seiner Oberfläche befindet. Wasser würde wenigerunangenehm gewesen sein, als der sich stark verflüchtigende Weingeist; al-lein sein nachtheiliger Einflufs auf das Eisen und den Stahl mufste vermie-den werden.
Was der Apparat leisten mufste, war die Vergleichung verschiedenerGopien der Toise du Perou untereinander, einer von ihnen mit dem Origi-nale des Preufsischen Längenmaafses von 1816 und mit dem neuen Etalon,und des ersteren mit seinen vorhandenen Copien. Er mufste also die Mittelgewähren, Maafse miteinander zu vergleichen, welche ganz verschiedeneLängen besitzen und theils durch ihre Endflächen, theils durch Striche aufihrer Oberfläche bestimmt sind. In dem ersten dieser Fälle wird es nöthig,die Endflächen mit den, die Messung vermittelnden mikrometrischen Ein-richtungen in Berührung zu bringen; in dem anderen mufs das Sehendurch Mikroskope die Berührung ersetzen. Ich glaube den Apparat amdeutlichsten beschreiben zu können, wenn ich zuerst nur den Theil seinerEinrichtung berücksichtige, welcher bei der Vergleichung verschiedener Co-pien der Toise allein in Betracht kommt; dann das was diesem hinzugefügtsein mufs, um auch das neue Etalon mit der Toise vergleichen zu können;endlich die mikroskopische Einrichtung, welche die Vergleichung von Strich-maafsen, sowohl untereinander, als auch mit der Toise, möglich macht.
Das Lager, in welches die Toise gelegt wird, wenn sie zwischen dieMikrometer des Apparates gebracht werden soll, befindet sich auf einerPlatte von Messing, welche auf fünf, durch den Boden des Glaskastens hin-durch, auf den Balken von Mahagoniholz aufgeschraubten Brücken ruhet.Diese Brücken ccoc und die Platte lb sind Taf. II Fig. 7 in ihrem Durch-schnitte, in etwa halber Gröfse, dargestellt. Die letztere hat 6 Fufs 8 Zoll