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Geschichte der Astronomie von den ältesten Zeiten bis zu dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts
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bcn sie hauptsächlich zur Erleichterung ihrer Rechnun-gen in Verse gebracht; jeder Ausdruck ist zusammenge-setzt, und bedarf immer einer besondern Erklärung;, z. B. die Entfernung des Monds von seinem Durch-schnittspuncte in der Ekliptik nennen sie in ihrer eig-nen Sprache: patona chandren (oder durch denMond beleidigten Drachen, von pat (Schlangen), ona(beleidigen) und chandren (Mond). Zur Berechnungdieser patona chandren (das sie sehr gut können, ohnezu wissen worinne eS besteht) bedienen sie sich gewisserKauris (einer Art kleiner Muscheln) mit vieler Ge-schwindigkeit und Leichtigkeit, ohne Feder und Bleystift,welche sie, wie unsere Rechenpfennige, auf einen Tisch,oder auf die Erde hinzählcn. Le Gentil *) sah der-gleichen Berechnungen verschiedener Finsternisse in we-niger als \ Stunde zu Stande bringen, welche mitunsern Ephemcriden ziemlich genau übereinstimmten;und dieser würdige Astronom behauptet, baß die Stern-kunde der Braminen, bey aller ihrer Unvollkommenheit,doch die sinesische, so weit wir sie aus den Nachrichtender Mißionarien kennen, weit übertrift **).

Ihre Methode ist zwar weit leichter und geschwin-der als unsere Rechnungsart; allein sie hat den großen

F-h-

*) Neue Sammlungen von Neiscbeschreibungen vonDr. Ebeling Theil. II. S. 409 u. f. (aus GentilsReisen in den indischen Meeren in den Jahren 1761 bis1769, ane dem Französischen gezogen.)

**) Neue Reise Sammt, von Tbeling. 1. c. @. 411.