289
zwey Dioptern richtete er gegen beide Planeten, unddies waren die Anstalten seiner zuverläßigen Obser-vationem
361.
Zu gleicher Zeit studiere auch ein fleißiger Schülerdes Homilius, Nahmens Bartholomäus Scultetus,der mit aller nur möglichen Genauigkeit diejenigen mathe-matischen Instrumente nachzumachen suchte, welche ihmsein Lehrer vorgeschrieben hatte. Dessen Freundschaftsich Tychobaldzu erwerben , kaufte, ohne daß sein Hof-meister etwas davon wußte, von ihm einen hölzernenRadius, nach Angabe des Gemma Frisius, undstelltenun, sobald er, nach eingetretener Nacht, die Sterneerblicken konnte, oft ganze Nachte hindurch mit selbi-gem Observationen an, welche alle in seinen Specialco-dex aufgezeichnet sind. .
362 ,
Nach drey Jahren verlies er wiederum Leipzig,und reißte in sein Vaterland zurük, der unerwartete Todseines Onkels und seines Vaters riefen ihn dahin ab»Aber mit welcher demüthigenden Verachtung mußte etin dem Schooß seiner übrigen Anverwandten erfahren,daß sie dergleichen Wissenschaften, für die er nur Geist undLeben hatte, ganz und gar nicht schätzten. Er beschleu-nigte daher seine Abreise, und begab sich nach Witten-berg im Jahr 1566. Mit vielem Vergnügen beobach-tete er daselbst das Firmament, aber nur kurze Zeit, weiler noch vor Ausgang des nächsten Winters nach Rostock zu
T reisen