IG Vierter Abschnitt. Fällungsanalysen.
Hinzulassen der eonstanten Menge Kochsalzlösung.
In der einfachsten Art geschieht dies dadurch, dass man eine 100 CC.Pipette voll der Lösung saugt und in das Lösungsglas der Probe ein-laufen lässt. Es ist hierbei zu bemerken, dass man in derselben Artauslaufen lässt, wie die Pipette geaicht ist. Gay-Lussac liess ganzfrei ablaufen. Wir haben es bequemer gefunden, alle Pipetten mit Ab-strich auslaufen zu lassen, indem man mit der Spitze der Pipette diefeuchte Wand des Gefässes oder die Oberfläche der Flüssigkeit berührte.Beides ist in der Wirkung ganz gleich, wenn man nur weiss, wie diePipette abzulesen ist. Es ist zu empfehlen, die untere Spitze der Pipettemit Talg oder etwas Paraffin anzustreichen, in welchem Falle sich nie-mals ein Tropfen um die Spitze ansammelt. Es ist deshalb auch dasWischzeug, ein mit Leinwand überzogener Schwamm, ganz überflüssig,welchen Gay - Lussac zur Entfernung des an der Spitze hängendenTropfens anwandte. Da die Silberanalysen meistens in Menge Vorkom-men, so hat auch schon G.ay-Lussac das Bedürfniss gefunden, der100 CC. Pipette einen festen Stand zu geben und sie mit der Normal-flüssigkeit in dauernde Verbindung zu bringen, und dazu eine sehrzweckmässige Vorrichtung angegeben, welche in Fig. 5 abgebildet
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Fig. C.
Gay-LussAc’s Vorrichtung zur Abmessung von 100 CC. Kochsalzlösung.
ist. Die titrirteSalzlösung befin-det sich in eineinkupfernen, innenmit BrunnenkittausgeschmolzenenGelasse F, undsteht so hoch ander Wand auf ei-nem festen Ge-stelle, dass sie diePipette weit über-ragt. Die Luitkann nur durcheine Mariotte-scheRöhre uv ein-dringen. An die-sem Gelasse ist diemit dem Hahne rversehene zwei-schenklige Röhreede befestigt. Diebei c eingekitteteGlasröhre cb ent-hält ein Thermo-