Fig. 8.
48 Vierter Abschnitt. Fällungsanalysen.
fluss geschieht. Dies hat den Vorzug, dass sich nun im Halse der Pi-pette nicht mehr Luft und Flüssigkeit auszuweichen haben, dass also derHals enger sein und dadurch ein schärferes Ablesen gestatten könne.Die Pipette endigt oben und unten in eine Anschwellung, welche zumBefestigen einer Kautschukröhre dient. Sie fasst die 100 CC. bei 14° Ii.(1 7 1 j 2 ° C.) von einem Striche auf der Mitte des oberen dünnen Endes,
bis zu einem Striche auf derMitte des unteren dünnen En-des. Beide Striche sind mit 0bezeichnet. Man würde den un-teren , wenn auf der dünnenRöhre Raum vorhanden wäre,noch passender mit 100 bezeich-nen. Der ganze untere dünneTheil ist von dem 0 Punkte anaufwärts und abwärts in ganzeund Zehntel Cubikcentimeter zurCorrection wegen der Tempera-tur (siehe unten) getheilt.
Diese Pipette ist in ein pas-sendes Gestell (Fig. 8) vonbeliebiger Erfindung stabil aufjener Höhe befestigt, welche er-laubt , die Lösungsflaschen, aufdem Tische stehend, mit ihrerOeff’nung unter die Pipette zuführen. Das untere Enden der Pi-pette ist mittelst Kautschukrohr,Quetschhahn und einem geradenengen Glasröhrchen versehen.Das obere Ende o der Pipetteist mit einer Kautschukröhre pmit dem Luftraum der Kochsalz-lösungsflasche in Verbindung.Dies hat ausser der verhinder-ten Verdunstung noch den Vor-theil, dass bei irgend einem Ver-gessen des Schliessens der Häh-ne nicht die ganze Flasche oderein Theil desselben über Nachtauslaufen kann. Die Flüssigkeitsteigt in der Kautschukröhre nurbis zur Höhe des Niveaus inder grossen Flasche. Es ist des-halb auch nicht so dringlich
OCO.
100 CO
Ab- und Zulaufpipette zur 100 CC. Kochsalzlösung.