Kohlensäure. Eisen. Manganhyperoxyd. 105
Kalk in trocknes Chlorbaryum oder Chlorcalcium verwandelt unddas Chlor mit Silber bestimmt (II, S. 57).
• Die erste Methode eignet sich besonders bei grösseren Mengen Koh-lensäure; die zweite ist als weniger zuverlässig erkannt, und die dritteist ganz besonders bei kleinen Mengen Kohlensäure, wie in der atmo-sphärischen Luft, respirirter Luft, Quellwasser u. dgl. zu empfehlen.
Eisen.
Durch die Aufstellung des schwefelsauren Eisenoxydul-Ammoniaksals Titresubstanz hat die Eisenbestimmung durch Chamäleon eine Schärfeund Leichtigkeit erlangt, welche fast jede Concurrenz anderer Methodenbeseitigt. Als Parallelmethode haben wir nur jene mit saurem chromsaurenKali (I, S. 181) angeführt, welche bei einiger Uebung ebenfalls sehrgenaue Resultate giebt.
Man ganhy peroxyd.
Der freie Sauerstoff (vergl. I, S. 174) des Manganhyperoxydes kannauf verschiedene Weise bestimmt werden:
1) Durch Kleesäure und Rückmessung der nicht oxydirten Kleesäure
mit Chamäleon (I, S. 161).
2) Durch Eisenoxydulsalze und Chamäleon (I, S. 177).
3) Durch Destillation mit starker Salzsäure und Messung des entwickelten
Chlors.
a. Durch arsenigsaures Natron (I, S. 315).
b. Durch Eisenoxydulsalze.
c. Durch Zinnchloriir.
d. Durch Jodkalium und Messung des freigemachten Jods mit unter-schwefligsaurem Natron (I, Nachtr. S. 385).
e. Durch Jodkalium und Messung des freigemachten Jods mit schwefli-ger Säure, nach llunsen (I, S. 242).
4) Durch Eisenoxydulsalze und saures chromsaures Kali (I, S. 181).
Von diesen Methoden hat die zweite unbezweifelt die grössten Vor-züge. In Genauigkeit kommen ihr die erste, dritte, d und e, und vierte gleich,jedoch nicht an Bequemlichkeit. Die Titrestellung des Chamäleons mit Klee-säure und die Ausmessung der nicht zersetzten Kleesäurenehmen ungleichmehr Zeit und Mühe in Anspruch, als bei dem Eisendoppelsalz.
Von den Destillationsmethoden können die unter 3, a, dund e erwähn-ten ebenfalls als genau angesehen werden, jedoch nicht als ebenso bequemund zuverlässig wegen der Destillation. Jede Undichtigkeit der Verbin-dungen und sehr möglich auch die Berührung des Chlorgases mit Korkund Kautschuk verursachen Verluste. Eisenoxydul und Zinnchloriir ab-so'rbiren Chlorgas zu langsam.