Blei.
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a. mit schwefliger Säure (I, S. 277).
b. mit unterschwefligsaurem Natron (I, S. 387).
c. mit Zinnchlorür und Chromlösung (I, S. 277).
4. Durch Cyankalium (II, S. 91).
5. Durch Schwefelnatrium (II, S. 93).
6. Durch Fällen mit Zink, Lösen in Eisenchlorid und Bestimmung des
gebildeten Eisenoxyduls (I, S. 363).
Von diesen Analysen scheint mir die letzte die directeste und zuver-lässigste, wenn keine andere Metalle vorhanden sind, welche ebenfallsvon Zink gefällt werden können, und zwar ist die Wägung des Kupfers,obgleich dann nicht in Bereich dieses Werkes gehörend, das einfachsteVerfahren, welches die wenigsten Zufälligkeiten darbietet. Es bietetzugleich eine vollständige Trennung von Eisen, Zink und Nickel dar.Die Zersetzung der Kupferlösungen mit Jodkalium und Fällung vonKupferjodiir unter Ausscheidung eines halben Atoms Jod schliesst dieGegenwart von Eisenoxyd oder Eisenchlorid aus, womit das Kupfer beihüttenmännischen Operationen meistens zusammen vorkommt. Ebensodarf keine salpetrige Säure vorhanden sein. Im Falle die Methodezulässig ist, verdient die Bestimmung des Jods mit unterschwefligsauremNatron (unter 3, b) den Vorzug.
Die Cyankalium-Methode hat nicht ganz die Schärfe, welche man beiguten maassanalytischen Operationen verlangen kann. Die Methode 2verlangt Abwesenheit von Salpetersäure und überhaupt von jeder freienSäure, damit kein Eisen als solches gelöst werde.
Terreil*) hat eine Methode angegeben, das Kupfer mit Chamäleonzu titriren. Das Kupfer muss in einer salpetersäurefreien Lösung sein,und im Falle es in Salpetersäure gelöst war, wie bei den Schwefelver-bindungen, wird durch Verdampfen mit Schwefelsäure bis zur Trockne dieSalpetersäure ausgetrieben. Man nimmt nun das Kupfer in Ammoniakauf, wodurch zugleich mehrere Metalle, wie Eisenoxyd, ausgeschiedenwerden.
Nach dem Filtriren wird die azurblaue Flüssigkeit unter Zusatz vonschwefligsaurem Natron gekocht, bis sie entfärbt ist, dann durch Zusatzvon freier Salzsäure und Kochen die überschüssige schweflige Säure ver-trieben, und zuletzt das Kupferchloriir mit Chamäleon titrirt. Dem Wesennach beruht die Methode auf demselben Princip, wie jene von Schwarzund mir, wornach Kupferoxydul mit Chamäleon gemessen wird.
Das vollständige Wegkochen der schwefligen Säure ist eine etwasunsichere Arbeit, für deren Beendigung man kein sichtbares Zeichenhat, sondern nur das Verschwinden des Geruches. Geschieht diesKochen nicht ganz unter Ausschluss der Luft, so oxydirt sich leicht wiederetwas Kupfer, wenigstens bemerkt man bei Uebersättigung der Flüssigkeitmit Ammoniak eine licht blaue Farbe.
*) Comptes rendus, Febr, 1858, Kr. 5. — Dingler, polvt. Journ. Bd. 148, S. 3G6.Mohr’s Titrirbuch. II. Abtlilg. 8