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Sechster Abschnitt. Angewandter Theil.
Achtundzwanzigstes Kapitel.
Kupfervitriol und Zinkvitriol nebst freier Salzsäure.
Galvanische Flüssigkeiten.
Die freie Säure bestimmt man nach Kieffer mit normalschwefel-saurem Kupferoxyd - Ammoniak (I, S. 354). Das Kupfer fällt man mitZink und bestimmt es dem Gewichte nach.
Aus einer neuen schwach sauren Portion fällt man das Kupfer mitSchwefelwasserstoff, filtrirt, vertreibt den freien Schwefelwasserstoff undbestimmt das Zink mit Ferridcyankalium (II, S. 124) oder mit Schwefel-natrium und’Nitroprussid (II, S. 122).
Neunundzwanzigstes Kapitel.
Kupfervitriol, Zinkvitriol und Eisenvitriol.
Man löse 3 Grm. zu 300 CC. und verwende jedesmal 100 CC.Den Eisengehalt kann man direct mit Chamäleon bestimmen.
Den Kupfergehalt durch Fällen mit Zink und Wägen.
In der dritten Portion fällt man das Kupfer durch Schwefelwasser-stoff und filtrirt. Aus dem Filtrat lässt man den Schwefelwasserstoff ver-riechen und oxydirt das Eisen mit unterchlorigsaurem Natron. Dannfällt man mit überschüssigem Ammoniak. Das Zink ist im Filtrat. DerNiederschlag ist nicht ganz zinkfrei. Man löst ihn noch einmal in Salz-säure und fällt wieder durch Ammoniak. Die beiden ammoniakalischenZinklösungen werden vereinigt am besten mit Schwefelnatrium undNitroprussidnatrium austitrirt.
Dreissigstes Kapitel.
Kupfererze und Kupferindustrieproducte. .
a) Oxydische Erze.
Rothkupfererz, Malachit, phosphorsaures Kupferoxyd.
Sie werden meistens leicht in Salpetersäure oder Salzsäure gelöst,mit Ammoniak im Ueberschusse versetzt, filtrirt, und das Kupfer in derblauen Lösung am leichtesten durch Cyankalium (II, S. 91) bestimmt