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1 (1862) Der chemische Prozess der Ernährung der Vegetabilien / von Justus von Liebig
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Rückblick.

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getativnszcit haben deswegen keine oder nnr eine geringere Zu-fuhr von stickstoffreichem Dünger nöthig als andere von kurzer;bei solchen, welche kräftig und rasch sich zu entwickeln vermögenund die kürzeste Vegetationszcit haben, sind die concentrirtenDnngstoffe denen vorzuziehen, welche ihre wirksamen Bestand-theile nnr langsam abgeben. In trocknen Gegenden gedeiht derWinterweizen nack Klee ohne weitere Düngung, während derim Frühling gesäete Weizen in der Regel von der Anwendungdes peruanischen Guano oder des Chilisalpeters stop ärögsiirZ)den größten Vortheil zieht.

Von einer gleichen Fläche Land erntet man in verschiedenenCulturgewächsen eine sehr ungleiche Menge von Blut- und Fleisch-bestandtheilen oder von Stickstoff. Bezeichnet man die Stickstoff-menge, welche auf einem Felde in der Form von Korn undStroh im Roggen geerntet wird, mit der Zahl 100, so erntetman auf derselben Fläche

im Hafer 114

im Weizen 118

in Erbsen 270

im Klee 390

in Turnips 470.

Die Erbsen, Bohnen und Fnttergewächse liefern hiernachin der landwirthschaftlichen Cultur mehr Stickstoff als die Gc-treidearten; die Erbsen und Bohnen liefern mehr wie doppelt,der Klee und die Tnrnipsrübe liefern drei bis viermal mehrFleisch- und Blutbestandtheile als der Weizen. Der Klee unddie Rüben vermögen auf vielen Feldern diesen höheren ErtragM liefern ohne im Dünger Stickstoff zu empfangen. DurchUche kann dieser Ertrag bei dem Klee, durch schwefelsaure Kno-üenerde bei den Turnips noch gesteigert werden.

In der Cultur zeigt sich der stickstoffhaltige Dünger beson-