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Geschichte der Englischen Revolution bis zum Tode Karls des Ersten : mit dem Portrait Karl's I / von Franz Guizot
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20
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20 Einleitung.

sicher wissen konnte, in welcher Lage er sich befand und was sein Loossein würde.

Seit dem Aufhören des Bürgerkrieges war den Besiegten, nwch.te» sie nun Royalisten oder Gleichmache! sein, nur eine Waffe geblieben,die der Oeffentlichkeit, die Presse. Sie bedienten sich ihrer kühn, wie diejetzt siegreiche Partei es im ganzen Verlaufe ihres Kampfes mit dem Kö-nige gethan hatte. Sie konnten sich dazu für berechtigt halten, denn derletzte Censor der Monarchie, Mr. Mabbott, hatte seine Demission ein-gereicht , da er nicht mehr zum Werkzeuge eines solchen Mißbrauchs die-nen wollte, und Milton, der erste Secretär des republikanischen Staats-raths, mit beredten Worten die Freiheit der Presse als wesentlichesRecht eines freien Volkes gefordert. Die republikanische Regierung er-nannte keinen neuen Censor, erließ aber über den Gebrauch der Presseein Gesetz, mit dem sich die argwöhnischste Wachsamkeit begnügen konnte.Nur vier Städte: London, Dort, Oxford und Cambridge, erhielten inEngland das Vorrecht, drucken zu dürfen. Weder ein Journal, noch irgendeine andere periodische Schrift konnte ohne die Erlaubniß der Regierungerscheinen, und die Buchdrucker mußten Kaution stellen. Nicht nur Der-jenige, welcher an dem Erscheinen einer aufrührerischen Schrift Theilgehabt, war strafbar, sondern auch jeder Käufer einer solchen einer Geld-strafe unterworfen, wenn er nicht in vierundzwanzig Stunden das Werkdem nächsten Friedensrichter brachte und ihm die Gefährlichkeit dessel-ben anzeigte.

Wenigstens eine Freiheit, die der Religion, schien unter der Re-publik ein besseres Loos hoffen zu können. Die republikanischen Sekti-rer hatten sie von Anfang an zum Wahlspruch ihrer Fahne gewählt, siehatten dieselbe nicht nur für sich selbst ansprechen müssen, sondern ihreGrundsätze forderten sie auch gebieterisch, da sie jede allgemeine und bin-dende Regierung der Kirche verwarfen und jeder einzelnen Gemeinde dasRecht der Selbstregierung zuerkannten. Eine unsrer traurigsten Verir-rnngen ist aber die, daß die menschliche Inkonsequenz sich gerade da, wosie am frevelhaftesten und empörendsten ist, in Gewissens- und Glaubens-sachen sich am meisten kundgicbt. Dieselbe Partei, dieselben Menschen, dieseit einem halben Jahrhundert mit bewundernswerther Sündhaftigkeitfür die Sache der Glaubensfreiheit kämpften und diese Freiheit zur Grund-lage des christlichen Staates machten, diese nämlichen schloffen, sobaldsie die Oberherrschaft erlangt hatten, drei große Klassen, die Katholiken,die Episkopalen und die Freidenker entschieden von jeder Freiheit aus.Gegen die Katholiken kannten die Verfolgungen keine Grenzen. IhrGlaube und Gottesdienst waren geradezu geächtet, den Laien drohte bür-gerliche Unfähigkeit und Vermögenseinziehung, den Priestern Gefangen-