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Geschichte der Englischen Revolution bis zum Tode Karls des Ersten : mit dem Portrait Karl's I / von Franz Guizot
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Einleitung.

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vinzen, den Familienüberlieferungen, dem ältesten und hochstehendstenTheile der Territorialaristokratie des Landes ihren Rang und Einflußzurück.

So fand die Macht zugleich ihr Prinzip des Bestehens und ihrenatürlichen Verbündeten wieder und der seit eils Jahren verstümmelteund in der Schwebe hängende, politische Staat trat wieder in den Besitzaller seiner Kräfte und stellte sich wieder anfallen seinen Grundlagen her.

Die Regierung des religiösen Staates, die Episkopalkirche, erhobsich wieder zugleich mit dem Throne. Der Ursprung der durch die welt-liche Macht erschaffenen und unter ihrem Schutze groß gezogenen angli-kanischen Kirche ist im Vergleich mit dem rein geistigen Ursprünge undder kräftigen Selbständigkeit der katholischen Kirche ein großes Ge-brechen. England hat aber daraus den Vortheil gezogen, daß jeder Kampfzwischen der Regierung der Kirche und der des Staates mit ihrem Ent-stehen ein Ende fand; die innig mit dem Throne verbundene und vonihm ihre erste Kraft ziehende anglikanische Kirche ist demselben beständigund loyal ergeben gewesen und hat trotz der Flecken ihres Ursprungsund der Schwächen ihres Benehmens weder an Glut des Glaubens,noch an Tugend des Wandels, noch an Muth und Glanz in der Erfül-lung ihrer Sendung Mangel gehabt. Sie besitzt ihre Helden und Mär-tyrer, die auf dem Schaffet und dem Scheiterhaufen unbeugsam, wennauch oft gegen die Könige gefällig und schwach waren. Als sie im Jahre1660 mit Karl H. wieder hergestellt wurde, hatte sie 15 Jahre langalle revolutionären Verfolgungen, Beraubung, Bedrückung ihres Got-tesdienstes, Beschimpfung, Gefangenschaft und Armuth erlitten. Siehatte Alles mit Würde und Sündhaftigkeit ertragen und erhob sich un-ter der enthusiastischen Ergebenheit der royalistischen Partei und derallgemeinen Achtung des Volkes. Sie brachte in den Dienst des Thro-nes eine erprobte Treue und ein durch das Unglück gewachsenes Anse-hen mit.

Die Stimmung des englischen Volkes entsprach der der Kirche.Wenn auch die Sekten, die von ihr so lange unterdrückt worden warenund sie ihrerseits wieder unterdrückt hatten, nicht aufhörten sie glühendzu Haffen, wenn auch die gehässigen oder lächerlichen Excesse des Fana-tismus und der Heuchelei nicht überall einer weisen und wahren Fröm-migkeit wichen. Es dauerte nicht lange ehe eine Reaktion der Gottlosig-keit, des Leichtsinns, der Ausschweifung und des Cynismus eintrat. Siedrang aber kaum über die hohen und an der Oberfläche liegenden Schich-ten der Gesellschaft hinaus. Mitten unter den Skandalen des Hofesund der Klassen, welche unmittelbar durch sein Beispiel angesteckt wur-den, blieb England von aufrichtigen, eifrigen Geistern erfüllt, die theils