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Geschichte der Englischen Revolution bis zum Tode Karls des Ersten : mit dem Portrait Karl's I / von Franz Guizot
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Verlegenheiten.

2. Buch.

Schon am Abende jenes Tages bedauerte Karl das Geschehenetief.Man habe ihm," sagte er,die Gesinnungen der Kammer falschdargestellt und Vane nie von ihm den Auftrag erhalten, zu erklären, daßer unter zwölf Subsidien nichts annehmen würde." Noch am Tage dar.auf war er unruhig, versammelte einige erfahrene Männer um sich undfragte sie, ob die Auflösung nicht zurückgenommen werden könne. Dieswurde für unmöglich erklärt, und Karl kehrte, etwas unruhiger, abereben so leichthin und eben so hochfahrend wie vor dem Versuche, dener, um aus dem Despotismus zu kommen, gemacht, zu diesem zurück.

Die Dringlichkeit der Lage schien seinen Ministern auf einen Au-genblick einige Zuversicht, seinen Maßregeln einigen Erfolg zu geben.Strafford war mit einem heftigen Gichtanfalle, von einer Brustfellent.zündung bedroht und außer Stande sich zu bewegen, von Irland zu-rückgekommen. Er hatte jedoch von dem irischen Parlamente Alles waser gefordert, erhalten, Subsidien und Soldaten wie Anerbietungen undVersprechungen, und ging, sobald er sein Bett verlassen konnte, wiedermit gewohnter Kraft und Hingebung ans Werk. In weniger als dreiWochen gelangten durch, von seinem Beispiele veranlaßte, freiwillige Bei-träge fast 300,000 Pf. in die Schatzkammer, von denen die Papistenden größten Theil lieferten. Hiermit verband man alle gewohnten Be-drückungen, Zwangsanleihen, Schiffsgeld, Monopole, ja man schlug so-gar vor, leichtes Geld prägen zu lassen. In den Augen des Königsund seiner Diener entschuldigte die Nothwendigkeit Alles; aber die Noth-wendigkeit ist niemals die Grenze der Tyrannei. Karl verfiel wieder inseine nutzlosen Verfolgungen gegen die Parlamentsmitglieder; SirHenry Bellasis und Sir John Hotham wurden wegen ihrer Reden ein-gekerkert, man durchwühlte Lord Brooks Haus und Papiere, Mr. Crewwurde in den Tower geschickt, weil er die während der Sitzungszeit alsPräsident des Petitious- Comite's erhaltenen Bittschriften nicht hatteausliefern wollen. Man forderte von allen Geistlichen den Schwur,nie eine Aenderung des Kirchenregiments zu gestatten und dieser Schwurschloß mit einemund so weiter," das ein Lächeln des Mißtrauens undAergernisses einflößte. Noch nie war die Regierungssprache anmaßen-der und härter gewesen. Einige Edelleute der Grafschaft Dort hatteneine willkürliche Forderung abgewiesen und der Staatsrath wollte siegerichtlich verfolgen. Der einzige Prozeß, der gegen sie von Nutzen seinwird" sagte Strafford,ist der, sie herkommen zu lassen und in Kettenzu werfen." Er kannte die Ausdehnung des Uebels besser wie jederAndere; aber die Leidenschaft erstickte in ihm alle Klugheit wie jedeFurcht; es war, als ob er sich bemühe, dem Könige, den Ministern unddem Hofe dieses Fieber mitzutheilen, welches den Menschen über seine