2. Buch.
Friede von Nipon.
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schonten die Grafschaften, welche fie beseht hielten, überhäuften ihreGefangenen mit Aufmerksamkeiten und wiederholten bei jeder Gelegen-heit ihre Betheuermigen der Friedensliebe, der Treue und der Ergeben-heit gegen den König; sie waren des Sieges gewiß und verlangtennichts mehr, als den Frieden, der denselben bestätigen mußte. Mitdem Namen des Friedens begann sich der des Parlaments zu verbinden.Bei diesem Namen kam Karl, von Furcht ergriffen, auf den Gedanken,in Uork den großen Rath der Pairs des Reiches zusammenzuberusen,eine Feudal-Versammlnng, die seit vier Jahrhunderten außer Gebrauchgekommen war, aber einst zur Zeit der Schwäche der Gemeinen oft mitdem Könige allein die souveräne Macht getheilt hatte. Ohne recht zuwissen, was diese Versammlung sei oder vermöge, erwartete man vonihr mehr Nachgiebigkeit und Rücksicht auf die Ehre des Königs, undfragte sich sogar, ob es nicht möglich sein werde, daß sie allein Subsidienbewillige. Vor dem Zusammentreten des großen Rathes baten aberschon zwei Petitionen, die eine von der Londoner City, die andere vonden zwölf Höchstständen und angesehensten Pairs, ausdrücklich umdie Einberufung eines vollständigen Parlaments. Dies war genug, umauch den letzten Widerstand eines machtlos gewordenen Königs zubesiegen.
Mitten unter diesen Ungewißheiten hatte Strafford, um sowohlseinen Groll zu befriedigen, als seine Rathschläge zu rechtfertigen,die Schotten angegriffen und einige Vortheile über sie erlangt, wurdeaber dafür getadelt, als ob er den König compromittirt habe, und er-hielt den Befehl, sich wieder in seine Stellung zurückzuziehen. DiePairs traten zusammen (24. Sept. 1640), Karl kündigte ihnen an, daßer ein Parlament berufe und nichts als ihre Rathschläge für die Verhand-lungen mit den Schotten wünsche. Diese begannen und sechzehn derVolkspartei geneigte Pairs erhielten den Auftrag, sie zu leiten. Gleichanfänglich wurde stipulirt, daß die beiden Heere unter den Waffen blei-ben und der König das der Schotten sowohl, als sein eigenes bezahlensolle. Um dies zu können, wurden von der Londoner City 200,000 Pf.entliehen, und die Pairs verpfändeten ihr Wort mit dem des Königs,um die Verwendung dieser Summe zu verbürgen. Sobald die Präli-minarartikel zu Ripon unterzeichnet waren, verlegte Karl, dem es eilte,sich bei der Königin von seinen Verlegenheiten und Aergernissen zu er-holen , die Verhandlungen nach London, wo das Parlament zusammen-treten sollte. Die schottischen Kommissäre begaben sich, überzeugt,mächtige Verbündete zu finden, eiligst dorthin. Die Wahlen fandenin ganz England statt; das Volk betheiligte sich eifrig daran; umsonstversuchte der trübe gestimmte, ermattete Hos einigen Einfluß daraus zu
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