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Geschichte der Englischen Revolution bis zum Tode Karls des Ersten : mit dem Portrait Karl's I / von Franz Guizot
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Zugeständnisse des KönkgS.

3. Buch.

Königs und Hofes unter ihre Competenz. Die Verurtheilungen Prvn-ne's, Buttons, Bastwicks, Leightonsund Lilburne's wurden für ungesetz-lich erklärt und ihre Freilassung mit einer bedeutenden Entschädigungs-summe, die sie jedoch nie erhielten, befohlen. Die öffentliche Freude warihre einzige Belohnung; bei dem Gerücht von ihrem Loskommen gingibnen eine ungeheure Menschenmenge entgegen, überall wurden dieStraßen und Wege, welche sie betraten, mit Rosmarin und Lorbeer-zweigen bestreut. Der Jubel des Volkes, die Niedergeschlagenheit desKönigs, kurz Alles drängte die Gemeinen dazu, allein die Zügel desStaates zu ergreifen, Alles vereinte sich, um sie zur souveränenGewalt zu machen.

Ihr erster Versuch zur Reform der Gesetze, verkündete, wo nichtihre Souvcränetät, doch wenigstens ihre vollkommene Selbständigkeit.Es wurde ein Gesetzentwurf eingebracht, der die Einberufung eines Par-laments in höchstens dreijährigen Zwischenräumen vorschrieb. Wenn esder König nicht einberief, so konnten zwölf in Westminster vereinigtePairs dies ohne seine Mitwirkung thun. In Ermangelung der Pairswaren die Sheriffs- und Municipalbeamtcn verbunden, zu den Wahlenzu schreiten. Wenn die Sheriffs dies unterließen, so hatten die Bürgerdas Recht sich zu versammeln und ihre Abgeordneten zu wählen. KeinParlament sollte, ohne Genehmigung beider Kammern, eher als fünfzigTage nach seinem Zusammentritt vertagt oder ausgelöst werden können,und nur den Kammern die definitive Wahl ihres Sprechers zustehen. Beimersten Gerücht von diesem Gesetzentwürfe brach der König das Schwei-gen, in welches er sich zurückgezogen hatte, und berief die beiden Kam-mern nach Whitehall.Ich billige," sagte er ihnen,das häufige Zusam-menkommen der Parlamente, und gestehe, daß dies das beste Mittel ist,zwischen mir und meinem Volke die Eintracht, welche ich so sehr wün-sche, aufrecht zu erhalten. Ich kann aber nicht zugeben, daß man She-riffs, Constables und wem sonst noch das Recht, mein Amt zu verrich-ten, überträgt." Die Kammern sahen in diesen Worten nur einenneuen Grund auf Annahme des Gesetzes zu dringen. Niemand wagtedem König den Rath zu geben, sie zu verweigern; er fügte sich, glaubtees aber seiner Würde schuldig zu sein, seinen ganzen Unmut!, blicken zulassen.Nachdem, was ich Euch bewillige," sagte er,sehe ich nicht, wasIhr sonst noch von mir verlangen, oder ich Euch abschlagen könnte. Bis-her habt Ihr mich, die Wahrheit zu sagen, nur wenig aufgemuntert,Euch so viel Gnade zu beweisen. Ihr habt Euch nur mit dem, wasEuch berührt, aber weder mit mir, noch der Macht des Reiches, beschäf-tigt; Ihr habt die Regierung auseinander gerissen und ich kann wohlsagen, daß sie fast aus den Fugen ist. Jetzt werdet Ihr hoffentlich erken-