3. Buch.
Sirafford's Prozeß.
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Geschrei: „Gerechtigkeit! Gerechtigkeit!" und Drohungen gegen die mitihrem Ausspruche zögernden Lords, um Westminster. Lord Arundelwurde gezwungen, aus dem Wagen zu steigen, und das Volk mit abgezoge-nem Hute um Entfernung zu bitten, indem er sich verbindlich machte, dieErfüllung seiner Wünsche zu beschleunigen. Die Namen von 59 Mitgliederndes Unterhauses, die gegen die Bill gestimmt hatten, wurden mit demBeisätze, Straffordisten und Landesverräther, an den Straßenecken ange-schlagen. Von der Kanzel erschallten dieselben Drohungen, und man beteteum die Bestrafung eines großen Delinquenten. Die LordS beklagte» sich,durch eine Botschaft des Königs angeregt, gegen die Gemeinen über dieseUnordnungen, erhielten aber keine Antwort. Mittlerweile blieb die Billimmer noch ohne Gesetzeskraft, und jetzt wurde ein entscheidender, bisherzurückgehaltener Streich beschlossen. Pym rief nämlich für seine Rachedie Furcht zu Hilfe, und zeigte das Complot des Hofes und der Offi-ciere zur Empörung des Heeres gegen das Parlament an. Einige vonden Beschuldigten ergriffen plötzlich die Flucht, was den Verdacht be-stätigte. Wuth und Schrecken bemächtigten sich der Kammern und desVolkes. Man befahl die Häfen zu schließen und alle vom Auslandekommenden Briefe zu öffnen. Die allgemeine Unruhe verrieth sich undwuchs durch abgeschmackte Schreckensgerüchte. In der City hieß es, daßder Sitzungssaal der Gemeinen untcrminirt sei, und in die Lust ge-sprengt werden solle, woraus die Miliz zu den Waffen griff und inungeheurer Menge nach Westminster stürzte. Sir Walter Carl eilte hastigherbei, um das Unterhaus davon zu benachrichtigen. Während er nochsprach, erhoben sich zwei korpulente Mitglieder, Middleton und Moyle,um ihn besser zu hören, und die Dielen knarrten. „Der Saal fliegt indie Lust!" schrieen mehrere Mitglieder, indem sie sich aus demSltzungs-lokale flüchteten, welches sofort vom Volke erfüllt wurde, und innerhalbacht Tagen wiederholten sich Scenen dieser Art noch zweimal. Währenddieser Aufregung wurde die Herrschaft der Gemeinen und der Erfolgihrer Pläne durch klug combinirte Maßregeln gesichert. Die beidenKammern legten einen Schwur der Einigkeit zur Vertheidigung derprotestantischen Religion und der öffentlichen Freiheiten nach dem Vor-bilde des schottischen Covenants ab. Die Gemeinen wollten ihn selbstallen Bürgern auferlegen, und erklärten auf die Weigerung der LordsJeden, der sich ihm entziehe, für jedes Kirchen - und Staatsamtesunfähig. Um endlich für die die Zukunft jede Gefahr zu beseitigen,wurde der Antrag eingebracht, daß dieses Parlament nicht ohne seineeigene Bewilligung solle aufgelöst werden können. Diese so kühne Maß-regel erregte nur geringes Erstaunen; die Nothwendigkeit, den schwieri-ger gewordenen Anleihen eine Bürgschaft zu geben, mußte den Verwand