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Geschichte der Englischen Revolution bis zum Tode Karls des Ersten : mit dem Portrait Karl's I / von Franz Guizot
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3. Buch.

Straffvrd's Tod.

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freisprechen, als Alles, was die Menschen thun könnten; gegen den, wel-cher sich ihr unterwerfen will, ist keine Behandlung ungerecht. Mein demEntfliehen naher Geist verzeiht Alles Alles mit der Süßigkeit derewigen Freude. Ich bitte Euch nur, meinem armen Sohne und seinendrei Schwestern weder mehr noch weniger Wohlwollen zu beweisen, alsihr unglücklicher Vater, je nachdem er einst schuldig oder unschuldig er-scheint, verdienen wird."

Am Tage darauf kam der Staatssecretär Carlton, um Straffordvon Seiten des Königs anzuzeigen, daß er seine Zustimmung zu derBill gegeben habe. In den Blicken des Grafen zeigte sich einiges Er-staunen und seine einzige Antwort waren die mit zum Himmel gehobe-nen Händen gesprochenen Worte:sollte vontillere xrineiMuset llliis Iwminum, qui» non est sslus in illis."

Statt, wie er es Holles versprochen hatte, persönlich von den Kam-mern einen Aufschub zu verlangen, begnügte sich dK König damit, ihnendurch den Prinzen von Wales ein Schreiben zu schicken, welches mit denWorten schloß:Wenn er sterben muß. so wäre es eine Wohlthat, ihmbis zum Sonnabend Frist zu geben." Die Kammern ließen es zwei Malverlesen und setzten, ohne auf die kalte Bitte zu achten, die Hinrichtungauf den folgenden Tag an.

Der Gouverneur des Towers, der Strafford begleiten sollte, riethihm, einen Wagen zu nehmen, um nicht vom Volke zerrissen zu werden.Nein, Herr Lieutenant," erwiederte er,ich kann der Gefahr und demVolke ebenfalls entgegentreten. Ich sterbe ihm zu gefallen, und willsterben, wie es ihm beliebt," und schritt zu Fuße vor der Wache hinaus,indem er seine Blicke nach allen Seiten hin schweifen ließ, als ob er an derSpitze seiner Soldaten ginge. Als er vor Laud's Gefängniß anlangte,blieb er stehen; er hatte ihn am Tage vorher bitten lassen, im Augen-blicke seines Vorüberkommens am Fenster zu sein und ihn zu segnen.Mylord," sagte er, das Haupt erhebend,Euern Segen und EuerGebet!" Der Erzbischos streckte die Arme gegen ihn aus, war aber weni-ger festen Muthes und vom Alter geschwächt er wurde ohnmächtig.Lebt wohl, Mylord," sagte Strafford, als er sich entfernte,möge GottEure Unschuld schützen." Am Schaffet angekommen, stieg er, vonseinem Bruder, einigen Geistlichen und mehreren seiner Freunde gefolgt,sogleich hinauf, kniete einen Augenblick nieder, erhob sich dann, um zumVolke zu sprechen und sagte:Ich wünsche diesem Königreiche allesirdische Wohl. Bei meinem Leben habe ich es stets gethan, es ist dereinzige Wunsch bei meinem Tode. Aber ich bitte Alle, die mich hören,ernstlich und die Hand aufs Herz gelegt, zu forschen, ob der Ansangder Resorm eines Reiches mit blutigen Lettern geschrieben werden müsse.