3. Buch.
Fortschritte der Revolution.
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rauf zu dem Comite und fragte: „Hat die Kammer die Absicht, dieseErklärung zu veröffentlichen ?" — „Wir sind nicht ermächtigt, die FragenEurer Majestät zu beantworten," — „Nun, so werdet Ihr meine Ant-! Wort wohl nicht sogleich erwarten; ich werde sie Euch senden, sobald dieWichtigkeit der Sache es mir gestattet." — Die Führer der Gemeinenkümmerten sich darum wenig und entwickelten ohne die Entscheidung ab»zuwarten, plötzlich Pläne, welche die Beschwerdeschrift selbst nicht ahnen! ließ. Sie hatten bisher Beschwerden abgeholfen, und sich auf die alten° Gesetze berufen, jetzt sprachen sie neue Grundsätze aus und verlangten
^ gebieterisch deren Anerkennung, Bei der jetzt stattfindenden Debatte des
Gesetzes über die Aushebung der für Irland bestimmten Truppen schob>, man in der Einleitung die Klausel ein, daß der König unter keiner andernBedingung als bei einem Einfalle fremder Truppen das Pressen seiner' Unterthanen zum Militärdienste anordnen könne, da dies ein mit derFreiheit der Bürger unverträgliches Recht sei. Ein zweiter Gesetzentwurfverlangte, daß die Organisation der Miliz und die Ernennung ihrer An-führer von nun an blos unter Mitwirkung und Zustimmung des Par»lamcnts stattfinden dürfe. Durch den Einfluß der Presbyterianer hatteman nur wenige Tage vor der Rückkehr des Königs das Gesetz, wodurchdie Geistlichen von jedem bürgerlichen Amte ausgeschlossen wurden,wieder eingebracht und angenommen, aber die Lords hielten es nochschwebend; worüber sich die Gemeinen zornig beklagten. „Wir sind,"sagten sie, „die Vertreter des ganzen Reiches, die Pairs aber nur miteinem einfachen persönlichen Rechte bekleidete Individuen. Wenn sichEure Herrlichkeiten weigern, zu den für das Wohl des Volkes nöthigenAkten ihre Zustimmung zu geben, so werden die Gemeinen sich im Vereinmit denjenigen Lords, welche von ihren Gefabren mehr gerührt sind,allein an Se. Majestät wenden;" und die der Volkspartei geneigten LordsNorthumberland, Effex und Warwick stimmten dieser Sprache bei.Außerhalb der Kammern schaarte sich die Opposition mit dem gleichenEnthusiasmus um ihre Häupter, die Beschwerdeschrist wurde veröffent-licht, die City erklärte, daß die Londoner Bürger durch den glänzendenEmpfang des Königs ihre wahren Freunde nicht zu verrathen beabsichtigthätten, und daß sie mit dem Parlamente leben und sterben wollten. EinePetition der Lehrlinge setzte die Beschwerden des Handels auseinanderund schrieb sie den Papisten, den Bischöfen und schlechten Räthen zu.In den Provinzen bildeten sich Vereine zur Vertheidigung der Freiheitund des Glaubens. Von allen Seiten eilte man zur Unterstützung derGemeinen herbei und schlimme Gerüchte riefen immer neue Zeichen vonAnbänglichkeit für sie hervor. Bald war Pym's Leben bedroht, baldrüsteten sich die irischen Rebellen zu einer Landung. Auf einen geheim-
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