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Geschichte der Englischen Revolution bis zum Tode Karls des Ersten : mit dem Portrait Karl's I / von Franz Guizot
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3. Buch.

Fortschritte der Revolution.

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glaubte, daß er Jenem bessere Dienste leisten würde, wenn er die äußereUnabhängigkeit seiner Stellung bewahrte.

Die drei Freunde übernahmen die Leitung der Angelegenheitendes Königs in der Kammer, und Karl versprach, ohne ihren Rath nichtsdarin zu unternehmen.

Zu gleicher Zeit eilten ihm andere, weniger nützliche und eifrigereDiener von allen Seiten des Reiches zu, um seine Ehre und sein Leben,die wie es hieß, vom Parlamente bedroht waren, zu vertheidigen. Trotzdes Versalls des Lehnsstaates, waren noch viele Edelleute von den durchihn erzeugten Gefühlen beseelt. Müßig aus ihren Schlössern lebend undwenig an das Nachdenken und Debattiren gewöhnt, verachteten sie dieschwatz - und Widerspruchssüchtigen Bürger, deren düsterer Glaube denWein, die Spiele und Vergnügungen Alt-Englands verdammte, und dieden König, dem ihre Väter nicht einmal die Ehre zu dienen gehabthatten, beherrschen wollten. Im Stolze auf die Erinnerung an ihreeigene Unabhängigkeit, kümmerten sie sich wenig um die neuen Bedürf-nisse der öffentlichen Freiheit. Sie hatten, gleich dem Volke, gegen denHos und die Tyrannei gemurrt, aber nach so vieler Nachgiebigkeit desFürsten entrüstete sich ihre Sorglosigkeit und Loyalität gegen die unver-schämte Hartnäckigkeit der Neuerer. Sie kamen bewaffnet nach London,trieben sich trotzig in den Wirthshäusern und aus den Straßen umher,und begaben sich oft nach Witehall um dem Könige ihre Dienste anzu-bieten und ihn um Gunstbezeugungen zu bitten. Hier schloffen sich ihnennoch andere an, die durch eine weniger reine und noch blindere Erge-benheit herbeigelockt wurden; die abgedankten Offnere, denen die Auf-lösung der Arme weder Sold noch Beschäftigung gelassen hatte, meistin den Kriegen des Kontinents gebildete Landsknechte, die ausschweifend,servil und kühn, gegen das Parlament, das ihnen ihre Stellen geraubt,und das Volk, welches ihre Sitten verabscheute, gereizt, und für jedenHerrn, der sie verwendete, durch Dick und Dünn zu gehen bereit waren.Junge Juristen und Studenten aus dem Temple, die vom Hose beschütztoder begierig waren an seinen Vergnügungen Theil zu nehmen, oder sichdurch den Beitritt zu seiner Partei als vornehm und elegant zu bewei-sen glaubten, verstärkten die unruhige und anspruchsvolle Menge,welche sich täglich um Witehall versammelte, aus die Gemeinen schmähte,ihre Anhänger beleidigte, sie herausforderte und verspottete, und nurwünschte, durch den König oder den Zufall Gelegenheit zu erhalten, zugleicher Zeit ihr Glück zu machen und ihre Treue zu beweisen.

Die Volkspartei war nicht weniger bemüht, ihnen diese zu bieten;ihre Ausläufe wurden täglich zahlreicher und aufgeregter. Jeden Morgenbegaben sich Schaaren von Lehrlingen, Arbeitern und Weibern aus der