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Geschichte der Englischen Revolution bis zum Tode Karls des Ersten : mit dem Portrait Karl's I / von Franz Guizot
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Rückkehr der Königin.

4. Buch.

Parteien überließen sich demselben rückhaltslos, schienen aber zu fürch-ten, sich darin zu schwere Schläge beizubringen, und man kämpfte täglichim ganzen Reiche, ohne daß der Lauf der Ereignisse dadurch schnellergeworden wäre, oder das Parlament und der König aufgehört hätten,ihre Zeit mit kleinen Debatten oder fruchtlosen Schwätzereien zu verlieren.

Gegen Mitte Februars gab die Ankunft der Königin den Ereig-nissen jedoch einen lebhafteren Anstoß. Ueber ein Jahr lang war sie inHolland gewesen und hatte, um sich Unterstützung zu verschaffen, unge-wöhnliche Gefchicklichkeit und Thätigkeit bewiesen. In den Niederlandenherrschte damals die aristokratische Partei, und der Stadthouter, ihrSchwiegersohn, unterstützte sie mit seiner ganzen Macht. Zuversichtlichund muthig, wenn ihre Einbildungskraft nicht durch eine drohende Ge-fahr beunruhigt wurde, gnädig und verführerisch gegen alle diejenigen,deren sie bedurfte, hatte sie jenem republikanischen und zurückhaltendenVolke Theilnahme an ihrem Schicksale einzuflößen gewußt. Umsonstsendete das Parlament einen Gesandten, Mr. Walter Strickland. nachdem Haag, um an die Dienste zu erinnern, welche einst die englischeNation der Freiheit der vereinigten Provinzen erwiesen hatte, und we-nigstens strenge Neutralität zu fordern. Strickland erhielt, nachdem erlange aus eine Audienz hatte warten müssen, mit großer Mühe nur ei-nige zweideutige Erklärungen, das Volk bewies ihm offen seine Abneigungund die Königin betrieb ihre Vorbereitungen zur Abreise ohne Hinder-niß. Vier mit Waffen, Munition, Osficieren und selbst Soldaten be-ladene Schiffe segelten mit ihr ab, und Admiral Batten, den das Parla-ment beauftragt hatte, das Convoi aufzufangen, erreichte es erst in demAugenblicke, wo die Ausschiffung zu Burlington stattfand. Batten be-schoß den Ort, wo die Königin am Quai wohnte, die Kugeln fiele» aufdas Haus und selbst in das Schlafzimmer; sie stand eilig auf und flohins Freie, wo sie, wie man sagt, mehrere Stunden unter einer Bank ver-steckt blieb. Bald sprach man in der Gegend von nichts mehr als ihremMuthe und ihren Gefahren; Lord Newcastle holte sie mit einem Truppen-corps ab, um sie nach Uork zu führen; die Edelleute drängten sich ent-zückt um sie und entrüsteten sich gegen den Verräther Batten, der, wiesie sagten, seine Kanonen absichtlich auf das von ihr bewohnte Haus ge-richtet habe; eine Menge von Katholiken eilten zum Dienste unterihren Fahnen herbei, umsonst wurde diese Verletzung der Reichsgesetzeheftig beim Könige und Parlamente angezeigt, umsonst gab man, umLord Newcastle verhaßt zu machen oder einzuschüchtern, seinem Heere denNamen derArmee der Papisten der Königin".; er war seit langer Zeitschon vom Könige dazu förmlich ermächtigt, wies diese Klagen gering-schätzig zurück und behielt seine neuen Soldaten. Bald sah er sich an