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Geschichte der Englischen Revolution bis zum Tode Karls des Ersten : mit dem Portrait Karl's I / von Franz Guizot
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Belagerung von Glouccster

4. Buch.

gange gezogen worden waren, wollte weder in Oxford unter den Höf-lingen verschwinden, noch im Heere des Königs unter einem rauhen Aus-länder wie Prinz Nnpert stehen. Nachdem er Warwick's Vorschlag kaltangehört hatte, antwortete er ihm:Ich erinnere mich an die Ge-schichte des irländischen Rebellen Tyrone, der von dem Vicckönig Mount-joy gefangen genommen und zur Königin Elisabeth gebracht wurde.Als er in den Gemachern von Whitchall den Vicckönig kaum bemerktund ihn wie die Anderen auf das Erscheinen der Königin warten sah,wendete er sich zu einem seinerLandsleutc und sagte:Wie sehr demü-thigt es mich von einem Manne gefangen worden zu sein der mir mächtigerschien, der sich aber, in der Menge verschwindend, jetzt klein genugmacht, um auf das Kommen eines Weibes zuwarte»!"Was mich betrifft,so kann ich ehe Hüll genommen ist, Uorkshire nicht verlassen." War-wick ließ dem Könige diese Antwort zukomme» und Karl wagte nicht sichdarüber zu beklagen. Einige riethc» ihm »och gegen London zu marschircn,was selbst die Ansicht der Königin war, er fand aber wenig Geschmack an ge-wagten Unternehmungen, weniger aus Furcht vor Gefahr als aus Besorg-niß seine Wurde bloszustellen. Schon im Jahre vorher hatte sei» Stolznach den Schlachten von Edgchill und Brentford, fast vor den Thorenseiner Hauptstadt, gelitten, als er sich zum Rückzüge gezwungen sah.Viele gute Officiere waren der Ansicht, daß Glouccster belagert werdenmüsse, die Eine» in uneigennützigen Absichten, die Andern i» der Hoff-nung auf reiche Beute; Oberst William Leg rühmte sich sogar mit demGouverneur Eduard Massey; in sicherem Einverständnisse zu stehen. DerKönig entschloß sich endlich dazu und am 10. Aug. »ahm sein von ihmpersönlich befehligtes Heer die Hügel ein, welche die nur durch eine1500 Mann starke Garnison und die Einwohner vertheidigte Stadtbeherrschten.

Sogleich nach seiner Ankunft ließ er sie zur Uebcrgabc auffordernund gab ihnen nur 2 Stunden zur Antwort. Vor Ablauf dieser Zeiterschienen zwei magere, blaße, rnndköpfige, schwarzgekleidete Dcpntirte vonGlouccster. Oberstleutcnant Pudscy und ein Bürger im Lager.Wirbringe» Eurer Majestät." sagten sie,die Antwort der frommen StadtGlouccster." Vor den König geführt, verlasen sie ein in folgenden Aus-drücken abgefaßtes Schreiben:Wir, die Bewohner, Magistrate, Officiereund Soldaten von Gloncestcr antworten demüthig auf die gnädige Bot-schaft Seiner Majestät, daß wir nach unserm Schwüre den besagtenPlatz zum Dienste Sr. Maj. und Sr. königlichen Nachkommenschafthalten, daß wir verbunden zu sei» glauben, den Befehlen Sr. Maj., wiesie uns durch die beiden Häuser des Parlaments zugekommen sind, zugehorchen, und wir daher mit Gottes Hülfe den besagten Platz mit allen